Wie erstellt man gute Marketing Newsletter?

WICHTIG: Du liest hier eine „Beta-Version“ eines lebendigen Artikels, denn ich ständig erweitern werde. Dieser Artikel wird bald die beste deutsche Quelle dafür sein, wie man regelmäßige Newsletter erfolgreich umsetzt. Der Inhalt ist schon gut—aber noch kein „FUCK YEAH“.
Noch fehlt also vieles.

Dafür brauche ich Deinen Input. Denn ich will Dir hier den geilsten Email-Marketing Ratgeber auf Deutsch liefern. So kannst Du mein Held/Heldin werden:

Lies/überflieg/überspringe den Artikel. Schreibe einen Kommentar, welche Deiner Fragen der Artikel offen lässt Oder Du schickst mir Deine offenen Fragen per Email/LinkedIn 🙂


Vor ein paar Jahren wollte ich alle Newsletter abbestellen. Ich hatte genug. Ob Marketing-Guru oder Großkonzern: Ich wollte mich überall austragen. Doch dann hab ich’s nicht gemacht.

Das war die Geburtsstunde von EffektiveEmails. Denn bei meiner Newsletter-Flucht fiel mir auf, dass ich bestimmte Emails nicht abbestellen wollte, weil sie mir tolle Produkte zeigten, wertvolle Inhalte teilten oder mich informierten.

In diesem Artikel erfährst Du, was gute Newsletter richtig machen—und wie Du Newsletter Marketing zeitsparend und effektiv umsetzt, ohne Kunden zu nerven.

Der größte Fehler beginnt aber schon lange, bevor Du in die Tasten haust und in Deinem Email Marketing Tool den roten Knopf drückst.

Werbe-Mails vs. Newsletter Marketing

Pure Werbe-Mails sind wahrscheinlich die unbeliebtesten Emails aller Zeiten. Sie sind die klassische Spam-Mail: Null Inhalt, dafür 32 Produktbilder mit Preisen. Die ganze Email sieht aus wie ein Onlineshop Screenshot.

Auch solche Mails sind nicht grundsätzlich schlecht. Der Kunde muss sich nur bewusst dafür entscheiden. Meistens ist das nicht der Fall—dann bestellt der Kunde genervt ab und kauft bei der Konkurrenz.

Der Unterschied zum Newsletter ist gigantisch. Die Gemeinsamkeiten beschränken sich aufs Format.

Email Marketing: Marathon oder Sprint?

Stellen wir uns Email-Marketing mal vor wie Laufsport. Im Laufen gibt’s Usain Bolt, der Rekordzeiten auf 100 und 200 Meter läuft. Es gibt aber auch Eliud Kipchoge, der einen Marathon in unter 2 Stunden gelaufen ist.

Wer von den beiden ist besser? Keiner. Sie sind beide Weltmeister in unterschiedlichen Disziplinen. Denn die Anforderungen für einen 100 Meter Lauf und einen 42195m Lauf sind komplett unterschiedlich.

Der drahtige Eliud Kipchoge läuft täglich 20+ Kilometer, während ein muskulöser Usain Bolt Gewichte stemmt. Beide Traingsarten sind perfekt auf ihre Ziele abgestimmt.

Schwierig wird’s nur, wenn man mit 200kg Kniebeugen für einen Marathon trainiert.

Doch genau das tun viele Unternehmen im Email Marketing.

Sie senden Verkaufs-Emails und nennen das Ganze „Newsletter“. Und ich liebe gute Verkaufsemails und Automationen (sie gehören zu meinen Kernangeboten).

Auch im Email Marketing gibt’s viele verschiedene Disziplinen. Ein Newsletter ist nur eine davon. Lass uns also klar definieren, was ein Email Newsletter ist.

Hier meine Definition: „Ein Email-Newsletter erscheint regelmäßig im Postfach des Lesers, hat ein bekanntes Format und liefert neben Verkaufsbotschaften auch Inhalte.

Keine perfekte Definition, für unsere Zwecke aber mehr als genug.

Gut, Du weißt jetzt, was ein Newsletter ist. Aber was bringt er Dir?

Warum Newsletter Marketing?

Email-Marketing hat viele Vorteile. Social Media Konzerne können Deinen Account sperren, ohne Dir dafür einen Grund zu nennen—oder Deine Reichweite halbieren, wenn sie mehr Werbeumsatz brauchen.

Eine Email-Liste kannst Du als CSV exportieren, ausdrucken und dann von einem Motorola Razr mit T9 Emails schreiben. Aber alle Vorteile von Email Marketing bringen nichts, wenn die Emails keine Ergebnisse bringen. Das passiert vor allem durch einen Denkfehler:

Viele Unternehmer sehen Newsletter Marketing wie einen Apfelbaum im Oktober: Einmal schütteln und der Ertrag des Jahres fällt runter.

So funktioniert ein Newsletter nicht. Ein guter Newsletter ist eher die Gießkanne, durch die der Baum wächst und gedeiht—das Schütteln tun Automationen, Promotion-Emails usw.

Die erste Funktion eines Newsletters ist simpel:

Bleibe in den Köpfen der Leute—mit einem guten Newsletter

Gute Newsletter verkaufen, keine Frage. Aber ein Newsletter hat auch den Job, Dich/Dein Unternehmen frisch in den Köpfen der Leute zu halten. Denn oft fehlt dem Kunden keine Informationen, kein Rabatt und keine Blogartikel. Oft braucht ein Kaufprozess einfach Zeit, bis sich ein bestimmter Kunde für Dich/Dein Unternehmen entscheidet.

Beispiel: Markenaufbau mit Newslettern

November 2018. Thomas träumt seit Jahren vom Pool im Garten. Sein Erspartes wächst und bald kann er sich endlich das Privatschwimmbad leisten. Thomas surft durchs Internet und liest Artikel, Webseiten, Foren usw.

Er hat erst keine Ahnung, wen er damit beauftragen soll. Doch dann meldet er sich für den Newsletter der Firma Meier an, die auf Pool-Bau spezialisiert ist.

Jede Woche bekommt er per Email Antworten auf interessante Fragen zu seinem ersten Pool.

Im Mai 2019 wird es endlich warm. Das Bankkonto ist gut gefüllt und Thomas will schwimmen. Der Traum soll wahr werden. Wo sollte er anfragen? Von seiner Recherchephase ist ihm nur noch Firma Meier im Kopf, die ihm immer noch jeden Donnerstag eine Email senden.

Nach ein paar Telefonaten macht Firma Meier bei Thomas den ersten Spatenstich.

Das ist natürlich ein fiktives Beispiel. Aber genauso funktionieren Verkaufsprozesse in vielen Branchen (Gegenbeispiel sind Impulskäufe).

Viele haben Interesse an einem Angebot, wollen/können/dürfen es aber noch nicht kaufen. Wie einen Pool im Winter.

Doch irgendwann kommt der richtige Zeitpunkt. Das Unternehmen, das nicht in Vergessenheit gerät, hat dann einen meilenweiten Vorsprung.

Deswegen ist ein regelmäßiger, guter und nützlicher Newsletter so wertvoll—gerade, wenn zwischen Recherche und Kauf Wochen/Monate/Jahre vergehen.

Eins der Ziele eines Newsletters ist „Top of Mind Awareness“ (TOMA).Wenn Du TOMA hast, denkt Dein Kunde an Dich, wenn er an Deine Branche denkt. Dein Newsletter muss also nicht nur verkaufen, sondern Dich ins Gedächtnis des Kunden einbrennen.

Natürlich ist das nicht alles. Eine „hey, wir leben noch!“ Erinnerung ein mal pro Woche bringt wohl kaum Ergebnisse. Deswegen liefert ein guter Newsletter wertvolle Inhalte—für Dich und Deine Kunden.

Content Marketing per Newsletter?

Das Kernproblem bei schlechtem (Email-) Marketing ist, dass es sich nur um den Absender dreht.

Effektive Email-Newsletter konzentrieren sich auf den Leser. Mit jeder Deiner Emails solltest Du Inhalte liefern, die den Kunden näher an den Kauf bringen.

Nehmen wir Pool-Firma Meier als Beispiel. Aus dem Vertrieb wissen sie, welche Fragen ein potentieller Pool-Käufer mitbringt. Die beantworten sie im Newsletter. Eine Email könnte sich um die optimale Pool-Größe drehen, die Andere um den Aufwand für die Reinigung. Wieder ein anderer Newsletter beschreibt die schlimmsten Fehler beim Pool-Kauf.

Das ist eine Win-Win Situation:

  1. Firma Meier wird als Experte für Pools wahrgenommen und beseitigt mit jeder Email eine Frage/einen Einwand, der Interessenten vom Kauf abhält. Dadurch „züchten“ sie Kunden.
  2. Thomas Zimmermann hat jede Woche eine klarere Zukunft für seinen Pool vor Augen. Die Emails erweitern seine Perspektive und verbessern seine Erfahrung.

So sind die Inhalte für Dich und Deine Kunden wertvoll.

Newsletter Marketing bringt Dir also nicht nur TOMA, sondern beschleunigt auch den Kaufprozess Deiner Kunden. Ohne die Newsletter hätte Thomas die gleichen Infos vielleicht auf dem Blog der Konkurrenz gefunden—und dort gekauft.

Doch Inhalte sind nicht alles: Wenn Du verkaufen willst, musst Du auch verkaufen.

Verkaufen oder nicht?!

Biete dem Kunden in jeder Email an, den nächsten Schritt zu gehen. Ob das ein Kauf oder ein Gespräch ist. Das tust Du am besten mit einem Link zum nächsten Schritt. In 80% der Fälle ist das die Verkaufsseite, der Onlineshop oder die Buchungsseite.

Der Kunde muss Dich als Experten erinnern—aber er muss sich auch dran erinnern, wie er den nächsten Schritt gehen kann. Scheue Dich nicht davor, in jeder Email zu „verkaufen“. Im Marketing ist das Dein Job.

Doch ein Merkmal aus meiner Definition haben wir noch nicht behandelt:

Regelmäßigkeit

Damit Leute sich dran erinnern, braucht Dein Newsletter 2 Arten von Regelmäßigkeit:

  1. Frequenz
  2. Inhalte

Regelmäßige Frequenz

Gewohnheiten sind einfach. Wir führen sie automatisch aus. Mache Deinen Newsletter bei den Kunden zur Gewohnheit, indem Du regelmäßig auftauchst—ob das nun täglich, wöchentlich oder monatlich ist (dazu später mehr).

Regelmäßige Inhalte

Wenn Du eine Woche hilfreiche Inhalte lieferst und die Woche danach mit spammigen Pitches nervst, mag niemand Deinen Newsletter.

Wenn Du Leute aber an einen guten Mix aus Inhalten & Pitch gewöhnst, verstehen Leute Dein Format.

Beispiele guter Newsletter: Was sie gut machen—und was Du davon lernen kannst

In diesem Teil des Artikels siehst Du gute Newsletter unterschiedlichster Art—und was sie richtig machen.

Noah Kagans OKDork Newsletter

Er verteilt den Traffic auf anderen Content, anstatt ständig Neues zu machen.

Noah hat etliche Unternehmen gegründet, darunter AppSumo, SendFox und HaulDrop.

Sein wöchentlicher Newsletter ist simpel. Dauert wahrscheinlich max. 10 Minuten zu produzieren. Wenn Du wenig Zeit fürs Email Marketing hast, kannst Du Dir diese 3 Dinge von ihm abgucken (oder mich beauftragen hehe):

1. Nutze bestehenden Content

Noahs Emails behandeln fast immer 3 Stichpunkte, die zu anderen Inhalten verlinken. Wenn Du also einen Blog, Podcast, Social Media o.Ä. betreibst, brauchst Du nicht unbedingt neue Inhalte. Verlinke auf das, was schon funktioniert.

Einige werden den Content doppelt sehen. Aber dafür haben sie in dieser Email ja Auswahl.

Wichtig dabei: Erzähle dem Leser, warum es für ihn vorteilhaft ist.

2. Berichte einfach

Viele Unternehmer setzen sich unter Druck, wenn sie „Content“ hören. Sie denken, dass sie ständig neue Ideen brauchen. Aber du musst Dir nicht ständig was ausdenken—Dein Tagesgeschäft ist genug. Berichte daraus—aber zum Vorteil des Kunden.

Wenn Du jemanden aus dem Team vorstellst, rede nicht stumpf vom „Vertrieb“. Erzähle Kunden, dass Boris jetzt an Bord ist, damit sie die beste Auswahl treffen können.

Erzähle nicht langweilig von Deinen Neukunden. Erzähle Deiner Email-Liste, was Du aus dem Projekt gelernt hast und wie sie das selbst umsetzen können.

Was Du im Tagesgeschäft lernst, interessiert u.U. auch Kunden.
Noah macht’s genau so.

3. Hab‘ Spaß!

Noahs effektive Emails machen Spaß. Ihm und mir.

Noah nutzt witzige Spitznamen, Begrüßungen und Verabschiedungen. Das ist nicht direkt Inhalt, macht seinen Newsletter aber unterhaltsam.

Das macht sein Newsletter Marketing unterhaltsam und seine Persönlichkeit interessant.

Du musst nicht verkrampft sein, um Newsletter zu schreiben. Langweilige Emails kriegen wir schon genug.

Morning Brew

selbsterklärend, oder?

Während ich diesen Artikel tippe, sehe ich plötzlich eine neue Mail. Sofort geklickt und geöffnet. Wer war’s? The Morning Brew.

Morning Brew ist ein täglicher Newsletter mit Wirtschaftsnachrichten. Wie ein kleines Handelsblatt jeden Tag. Interessant dabei: Dieser Newsletter ist das gesamte Unternehmen. Finanziert wird The Morning Brew durch Werbung im Newsletter.

Das kannst Du von The Morning Brew lernen:

Sei nicht besser, sei anders

In jedem Bereich, der auf Google gesucht wird, gibt’s ohne Ende Content. Der meiste Content gibt die gleichen Tipps. Liegt auch daran, dass es nun mal nicht unbegrenzt Tipps gibt.

Deswegen ist es schwer, besser zu sein. The Morning Brew ist nicht besser. Die gleichen News kann man in jeder Zeitung bekommen. Aber eben nicht zusammengefasst in einer interessanten Email. The Morning Brew ist anders—weil sie die Nachrichten in eine Email verpacken und unterhaltsam schreiben.

Das kannst Du auch tun. Wenn Deine Konkurrenz den größten Blog in der Branche hat, schreibst Du halt den besten Newsletter.

Sei nicht besser, sei anders.

Keine Zeit fürs Bloggen? Archiviere!

Als Unternehmer kennst Du es vielleicht: Du willst eigentlich alles machen: Webinare, Blogging, YouTube, etc.

Aber es mangelt einfach an Zeit für all das. Gute Nachrichten: Du musst das nicht alles tun.

Wenn Dein Newsletter guten Content beinhaltet—wieso solltest Du ihn Anderen vorenthalten?

The Morning Brew veröffentlicht ihre Beiträge auch auf ihrer Website und bietet ein Archiv bestehender Newsletter an.

So betreiben sie SEO und geben potenziellen Lesern schon mal einen Einblick. Das kannst Du auch machen.

Poste einfach Deine Newsletter als Beiträge auf Deiner Website. Damit ziehst Du mehr neue Leser an (da sie sich im Vorhinein überzeugen können) und postest regelmäßig Content, was gut für SEO ist.

(Das Email Marketing Tool Sendfox macht das sogar automatisch).

Tim Ferriss‘ 5 Bullet Friday Newsletter

Tim muss, kann und will ich nicht zusammenfassen. Du kennst den Podcast, die Bücher, usw.

Inzwischen macht er so viel, dass man ihn in keine Schublade mehr stecken kann. Auch er kennt den Wert von Newsletter Marketing—und hat ein intelligentes Newsletter Konzept.

Jeden Freitag versendet Tim den „5 Bullet Friday“ (5BF) . Er beschreibt da 5 Dinge, die ihm in der Woche gefallen haben. Das kann eine App sein, ein Buch, ein Film oder sonst was.

Klingt simpel, ist es auch. Aber diese Email Strategie hat einen enormen Vorteil: Tim kann diese Email jede Woche liefern.

Weder Du noch ich oder Tim Ferriss haben wöchentlich bahnbrechende Neuigkeiten. Aber kurz 5 interessante Dinge beschreiben? Das kann jeder.

Aber wir sind (noch) nicht so reich wie Tim Ferriss—wir müssen was verkaufen. Verkauft Tim nichts in seinem Newsletter? DOCH!

Die Inhalte der 5 Stichpunkte sind nämlich extrem gut—und lassen Tim verkaufen, ohne dass es so aussieht.

Email Marketing Strategien von Tim Ferriss

Kurze Info: Tim verdient neben Investitionen und Büchern hauptsächlich über Sponsoren Geld.

Heißt für Tim: Mehr Reichweite = mehr Umsatz.

Geschätzte 70-80% der Stichpunkte sind reines „das finde ich cool“. Empfehlungen halt.

Newsletter als psychologisches Werkzeug
Eine unschuldige Empfehlung.

Das bringt ihm nicht direkt Reichweite. Doch durch Links, an denen er nichts verdient, vertrauen Newsletter-Abonnenten Tim. Doch das Ganze hat noch eine psychologische Komponente:

Er gewöhnt Leute daran, auf seine Links zu klicken und seinen Empfehlungen zu folgen.

Und das macht sich bezahlt: Podcast-Sponsoren möchten durch ihre Werbung Ergebnisse sehen—wo er Produkte empfiehlt.

Wie im Newsletter. Der Newsletter ist ein psychologisches Priming, das Tims Podcast-Sponsoren mehr Geld bringt. Dadurch kann er einen höheren Preis abrufen.

Doch das ist nicht alles.

Niemand will nur Pitches

Zu Tims Email Marketing Strategie gehören auch wöchentliche Emails zu neuen Podcastfolgen. Dort bewirbt Tim die gleichen Sponsoren wie in der Folge selbst.

Diese Emails würden ohne 5BF schnell nerven. Viele Hörer haben den Podcast sowieso abonniert. 5BF als (fast) reine Content-Mail gewöhnt Abonnenten aber daran, Tim Ferriss‘ Emails als wertvolle Inhalte zu sehen.

Durch die wirklich sehr guten Inhalte in 5BF sind die Sponsor-Pitches im Newsletter einfacher zu tolerieren. Außerdem wäre „Podcast-Erinnerungen und Werbung“ eine schlechte Strategie für Newsletter Opt-Ins.

Hat Tim Ferriss den besten Affiliate-Marketing Newsletter?

In fast jedem 5BF ist ein „Deal der Woche“ oder ein Gefallen, nach dem Tim fragt.

Deals der Woche in Tim Ferriss Emails

Die Deals sind meistens Rabatte für Tims Leser. Oft sind die Unternehmen (ehemalige) Sponsoren. Manchmal sind’s auch Unternehmen, bei denen Tim Anteile besitzt und er daran mitverdient.

Ab und zu kommen auch Firmen vor, die man sonst noch nicht von Tims Inhalten kannte.

Gemeinsam haben all diese Deals eins: Sie sind auf die Quelle des Klicks (Tims Email Marketing) zurückzuführen.

Wenn man klickt, weiß die Firma genau, dass man von Tim gekauft hat.

Auch Gutscheincodes beinhalten fast immer „Tim“. Damit sind Verkäufe eindeutig auf seinen Newsletter zurückzuführen.

Was ist die genaue Strategie? Keine Ahnung, ganz ehrlich gesagt. Aber folgendes ist möglich:

  • Affiliate Marketing: Tim bekommt Provision für jeden durch ihn erzielten Verkauf.
  • Sponsoring: Der Newsletter könnte ein kleineres Sponsoring-Paket sein, günstiger als der Podcast—über die Codes und Links verfolgen Sponsoren, wie effektiv ihr Newsletter Marketing ist.
  • Positive Erfahrungen: Er könnte die Plattform nutzen, um potentiellen Sponsoren zu zeigen, welche Ergebnisse er bringen kann.

Oder ein Mix aus allen drei.

Eigener Content

Nach dem extrem guten Newsletter teilt Tim im PS des 5BF auch andere Links, die ihn weiterbringen. Denn mehr Reichweite = mehr Umsatz.

Hier ein paar Highlights:

Hier fragt Tim nach Podcast-Bewertungen. Die halten ihn in den iTunes Charts und bringen ihm so mehr Reichweite. Besonders gut: Er stellt den Vorteil des Lesers/Hörers in den Vordergrund (wie es jeder gute Newsletter tut).

„Es hilft, unerreichbare Gäste zu überzeugen.“ < Es hilft ihm auch, mehr Geld zu verdienen—aber er stellt den Vorteil des Podcast-Fans in den Vordergrund.

Außerdem erklärt er genau, wie man eine Podcast-Bewertung vergibt—damit fällt die Ausrede „Ich weiß nicht, wie das geht.“ weg.

Das hier ist ein einfacher Link zur neuesten Podcast-Folge. Nichts besonderes, aber das kannst Du auch umsetzen: Promote Deinen Content auf mehr als nur einer Plattform—jemand ist schon „in Deiner Welt“ im Newsletter. Bringe ihn zu weiteren Berührungspunkten mit Dir.

Damit kommen wir zum vorletzten Punkt, der 5BF zu einem guten Newsletter macht: Virales Marketing.

Diese Passage steht in jeder 5 Bullet Friday Ausgabe.

Diese Passage ist in jedem Newsletter enthalten. Tims Nutzen ist deutlich: Mehr Leute sprechen über ihn und seinen Newsletter = Mehr Reichweite für ihn.

Und das funktioniert:

Quelle: Trackmyhashtag.com

Mit dieser Passage hat Tim in 7 Tagen 1,7 Millionen Leute erreicht—und zweifellos mehr Abonnenten gewonnen.

Interessant dabei: Wie auch bei den Podcast-Bewertungen stellt der den Nutzen des Lesers in den Vordergrund. Er nennt es „Feedback“ und erzählt dem Kunden, dass er damit mehr der Inhalte bekommt, die er sehen möchte.

Sicherlich nutzt Tim das Ganze auch als Feedback-Quelle.

Und gleichzeitig steigert er seine Reichweite, wodurch er wiederum mehr Geld verdient.

Natürlich bringen all diese Newsletter Tipps nur etwas, wenn Deine Leser auch in Deinem Newsletter bleiben. Auch dafür hat Tim Ferriss gesorgt:

Wie Tim Ferriss den „Großstadtrevier-Effekt“ nutzt

Die allermeisten Serien enthalten zwei Dinge:

  1. Was bisher geschah
  2. Nächstes Mal bei [SERIE]

Dadurch ist die Serie nie ganz abgeschlossen—und wir müssen die nächste Folge sehen. Und daran verdient der Fernsehsender Werbeeinnahmen. Fast wie Tims Podcast, oder?

Deswegen macht er’s wie die Serien:


Hier teasert er den nächsten Podcast-Gast an. Dadurch ist der Leser drauf vorbereitet, die nächste Folge (wortwörtlich) anzuschauen. Dadurch bleibt der Leser/Hörer gespannt und merkt, dass regelmäßig neue, gute Inhalte kommen.

Auch „Rückblenden“ wie diese sind wertvoll. Viele Unternehmer haben Angst, im Newsletter Marketing Inhalte wiederzuverwenden. Dabei fällt mir immer ein Zitat von Ryan Holiday ein:

Wenn ich nicht mal von Dir von Deinen Inhalten höre, wie wichtig sind sie Dir wirklich?

Ryan Holiday

Die Wahrheit ist: Fast niemand kennt all Deine Inhalte. Und wenn jemand alle Deine Blogartikel, Podcastfolgen und Webinare gesehen hat—dann stören ihn auch Wiederholungen nicht.

Was Du von guten Newslettern lernen kannst

In meiner Erfahrung haben gute Newsletter (für Unternehmen UND Kunde) 3 Dinge gemeinsam:

Newsletter Tipp 1: Kundenfokus

Effektives Email Marketing spricht den Kunden direkt an und erzählt ihm, welchen Vorteil er aus den Inhalten im Newsletter zieht. Wenn die Email Neuigkeiten aus dem Unternehmen teilt, erzählt ein guter Newsletter, warum das wichtig ist.

Newsletter Tipp 2: Regelmäßigkeit

Weder das typische Funnel-Denken (5-90 Emails nach der Anmeldung und dann nie wieder was) noch der seltene Newsletter (3-4 Werbe Emails im Jahr) sind langfristig effektiv.

Versende Deine Emails regelmäßig und mache sie zur Gewohnheit. So bleibst Du in den Köpfen der Leute.

Newsletter Tipp 3: Inhalte

Niemand mag Emails ohne echten Inhalt. Gute Newsletter machen die Email an sich nützlich/informativ/interessant für den Kunden—bevor Geld die Hände wechselt.

Fazit

Heute bekomme ich regelmäßig eine großartige Auswahl an Newslettern. Einige davon verkaufen jeden Tag, andere liefern reine Inhalte. Und ein paar sind auch einfach nur lustig. Doch eins haben sie alle gemeinsam: Sie sind Win-Win. Ich freue mich über die Emails und das Unternehmen verdient damit Geld.

Das wünsche ich mir auch für Deinen Newsletter.
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Ich bin Finn, Werbetexter und Marketingberater…

Mich hat Spam genervt, den ich jeden Tag per Email bekam.

Mit EffektiveEmails helfe ich heute Unternehme(r)n, ihre Zielgruppe per Email zu erreichen und zu Kunden zu machen–ohne wie ein Gebrauchtwagenverkäufer zu klingen.

Die häufigsten Fehler im Email-Marketing erfährst Du in meinem eBook „Empfangen und gelöscht?“. Melde Dich jetzt für den Newsletter an und Du erhältst das eBook gratis.

-FL