Hast Du Dich nach Email-Marketing Software umgeschaut? Wenn ja, dann ist Dir wahrscheinlich aufgefallen, dass viele Anbieter eine Funktion hervorheben: 

Tolle Newsletter-Designs.

Marketing-Emails haben oft knallbunte Rahmen, lustige Animationen und beeindruckende Bilder. Sie sehen eher wie eine Website aus als eine Email.

Ich empfehle das Gegenteil. Für mich und meine Kunden schreibe ich Text-Mails, die meist komplett ohne Design.

Eine meiner Emails: Nicht hübsch, funktioniert aber.

Wieso ignoriere ich, was Viele tun?

Erstens tue ich gerne das Gegenteil des Durchschnitts—das fällt auf und bringt meinem Marketing Aufmerksamkeit. Zweitens kann selbst hübsches Design Deinen Ergebnissen schaden.

Heute erfährst Du 5 Gründe, wieso Design Deinem Email-Marketing schaden kann–und wie Du ohne Design bessere Ergebnisse sehen kannst.

1. Zeit & Geld

Die Arbeit eines Designers kostet Dich Geld, egal ob Deine Grafiker Freiberufler oder Festangestellte sind.

Selbst, wenn Du Designprofi bist, kostet Dich Designen Zeit, die für Kundenarbeit, Produktentwicklung oder Pause machen fehlt. Diese Stunden oder Euro kannst Du Dir sparen.

Design kostet nicht nur deswegen Geld. Viele bekommen das Gefühl, ein Email-Newsletter wäre viel Arbeit und/oder koste viel Geld. Dadurch vernachlässigen sie ihren Newsletter oder beginnen gar nicht erst. Dadurch verlieren sie eine potenzielle Umsatzquelle.

2. Mutti designt auch nicht

Wenn Deine Mutter Dir schreibt, liest Du das Ganze wahrscheinlich sofort und antwortest schnell.

Was tust Du, wenn Dir diese eine Person schreibt, die Dir nur schreibt, wenn sie gerade was will?

Wahrscheinlich liest Du die Nachricht erst, wenn Du Schuldgefühle hast und antwortest, als hättest Du die Nachricht übersehen. 

Dein Newsletter sollte wie Muttis Emails sein. 

Wenn Du im Postfach Deines Empfängers auftauchst, sollte er die Mail öffnen, klicken und drauf antworten wollen

Dazu brauchst Du Vertrauen. Das bekommst Du nur, wenn Deine Emails Vertrauen erwecken. Nicht, wenn Deine Emails „gib mir Geld“ schreien, weil sie mit gelb-rosa Knöpfen den elften 20% Sale des Jahres ankündigen.

Du bist ein Mensch und schreibst an Menschen. Gute Emails spiegeln das wider. Oder wie oft hast Du von Mutti eine Email mit Angebotstimer bekommen?

3. Spam-Filter

Spam-Filter scannen unter anderem nach bestimmten HTML-Elementen in Email-Vorlagen. Persönliche Emails enthalten diese Bausteine nicht.

Landet Deine Email im Spam-Filter, dann wird sie wahrscheinlich weder geöffnet noch geklickt. Außerdem schwindet das Vertrauen, wenn Deine Email zwischen nigerianischen Prinzen und „iPhone gewonnen!“ steht. Heißt: Weniger Potenzial für Kundenbindung, Verkäufe und Markenaufbau.

Der Spam-Filter: Nicht die beste Gesellschaft für Deine Email.

Natürlich entscheiden auch andere Faktoren zwischen Spam und Postfach–aber Design kann einer davon sein. 

4. Was ist die Botschaft?

Wenn Du Leser verwirrst, sind sie sofort im nächsten Subreddit, auf Instagram oder fasziniert von Katzen, die Angst vor Gurken haben.

Für hohe Klickraten in Deinen Newslettern musst Du zwei Dinge deutlich machen:

  1. Wo die Aufmerksamkeit des Lesers sein soll.
  2. Was der Leser tun soll.

Die einfachste Lösung: Reiner Text. Deine Leser lesen einfach, was da steht und klicken hoffentlich den Link. Mehr gibt’s nicht zu tun.

Es gibt genug Ablenkungen heutzutage. Deine Emails sollten keine sein.

5. Von Lesern allein hast Du nichts.

Newsletter sind in 95% der Fälle nur eine „Brücke“ zwischen Email-Postfach und Website. Auf Produktseite/Webinar/Blogartikel/etc. geschieht meist erst der Kauf, die Bewerbung oder die Markenbildung.

Deine Email bringt Leute auf die richtige Website. Sie muss nicht selbst die Website sein.

Ausnahmen

Gerade in Bereichen wie Mode, Deko und Gastronomie ist der Verkaufsprozesses vorrangig visuell. Eine weitere wichtige Ausnahme sind Newsletter, deren Produkt die Email selbst ist, wie z.B. die Wirtschaftsnachrichten von Morning Brew.

Außerdem: Ein A/B Test gibt Dir immer die besten Ergebnisse. Wenn ein Knopf statt eines Links Dir bessere Klickraten bringt, super. Wenn ein Foto von Dir oben im Header besser verformt, top!

Der Grundsatz ist: Die Botschaft steht über allem. Kommuniziere sie klar und deutlich.

Stattdessen: Halte es simpel

Ich liebe reine Text-Emails. Text-Newsletter wirken menschlicher. Außerdem lesen sie sich einfacher und sehen auf jedem Endgerät gleich aus.

Während ich den meisten Unternehmern Text-Mails empfehle, bin ich nicht gegen jede Form von Grafik in Emails. Einige meiner Lieblings-Newsletter nutzen simpel, schick und effektiv designte Email-Vorlagen.

„Schreibsuchti“ Walter nutzt ein simples, charakteristisches Foto (außerdem hat er einen meiner Lieblings-Newsletter im deutschen Raum. Link zu Walter)

Für mich lässt sich das Ganze in einer Richtlinie zusammenfassen: 

Die Botschaft ist am wichtigsten. Gutes Design macht die Botschaft zugänglicher oder verständlicher. Schlechtes Design ist da, um schön auszusehen.

Zusammenfassung

Newsletter-Design kann große Nachteile haben. Es kostet Geld, Zeit und Vertrauen. Außerdem lenkt selbst hübsches Design von Deiner eigentlichen Botschaft ab. 

Stattdessen empfehlen sich reine Text-Emails oder minimale Design-Elemente. 

Donald Millers Newsletter vereint simples, modernes Design mit klaren Botschaften.

Email-Marketing sollte Deine Leser nicht ewig lang Deine Email lesen lassen. Es geht darum, Leser zum nächsten Schritt zu bringen—der meistens im Web-Browser stattfindet.

Am Ende gilt zu Newsletter-Design folgende Richtlinie:

Deine Botschaft steht über allem. Wenn Designelemente Deine Botschaft unterstützen, baue sie ein. Wenn nicht, lasse es.

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