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Relevantes eCommerce Email Marketing: So „personalisiert“ BRAINEFFECT

Marketing Emails sind oft so allgemein, dass sie niemanden mehr wirklich ansprechen. Sie wollen allen gefallen, die die Email vielleicht irgendwann mal lesen.

Dadurch ist der Newsletter leicht zu tolerieren—aber niemand freut sich auf die Emails.

Eine Alternative: Sende hochspezialisierte Inhalte und sortiere so alle aus, die keine 100%ig qualifizierten Kunden sind.

Damit hast du eine Email-Liste aus echten Interessenten, die an genau deinen Inhalten interessiert sind. Für viele Selbstständige und kleinere Unternehmen funktioniert das. Sie verfolgen eine spezifische Zielgruppe und liefern ein Ergebnis.

Aber für viele Onlineshops ist das nicht der Fall. Auch der Star unserer heutigen Analyse BRAINEFFECT bietet verschiedenste Produkte mit unterschiedlichen Vorteilen an.

Anstatt radikal zu filtern, senden sie Kunden genau die Inhalte, die sie haben wollen. Wie? Das erfährst du in dieser Email Analyse.

Das großartige Email Onboarding von BRAINEFFECT

BRAINE-Was?

BRAINEFFECT ist ein Onlineshop für Nahrungsergänzungsmittel. Statt Eiweißpulver, Fischölkapseln usw. bieten sie Mittel für mentale Leistungsfähigkeit.

Zu den Versprechen der Produkte gehören z.B. mehr Konzentration, tieferer Schlaf und bessere Laune.

Damit sprechen sie nicht nur eine Zielgruppe an: Von Bürosportlern über Athleten bis hin zu Studenten bietet BRAINEFFECT vielen einen Vorteil. Das machen sie auch deutlich:

Quelle: Brain-effect.com

Das erschwert Email Marketing: Man kann nicht nur eine Email-Kampagne durchlaufen lassen und damit alle ansprechen.

Diese Herausforderung löst BRAINEFFECTs Marketing Team hervorragend mit dem Eintritt in den Newsletter:

5-faches Email Onboarding bei BRAINEFFECT

Wenn du mehrere Zielgruppen bedienst und ihnen verschiedene Vorteile lieferst, musst du keine langweiligen, allgemeinen Emails versenden. Wer hat gesagt, dass du nur einen Einstieg in deinen Newsletter bieten darfst?

Deine Willkommens-Serie ist eine der wichtigsten Automationen im Email Marketing, weil sie die Beziehung zwischen dir und deinem Kunden etabliert. Aber davon kannst du Mehrere haben.

Sieh es wie ein Einkaufszentrum. Einige kommen über den H&M rein, andere nehmen den Eingang vom Hugo Boss. Aber am Ende sind beide drinnen und sehen die verschiedenen Läden.

Genauso kannst du verschiedenen Kunden verschiedene „Eingänge“ zu deinen Emails bieten—auch wenn sie am Ende an ganz anderen Punkten sind.

Bei BRAINEFFECT gibt’s 5 Einstiege, wovon 4 hochspezifisch eine Zielgruppe mit einem Problem und einem Wunsch ansprechen.. So sehen sie aus:

Gleiches Ziel, unterschiedliche Wege.

Der normale Eintritt

Das hier ist der „Haupteingang“ und so auf unzähligen Onlineshops zu finden.

„10% wenn du dich zum Newsletter anmeldest.“
Das Formular ist auf jeder Seite verankert.

Vorteil: So ein Formular bringt viele Anmeldungen für die Email Liste. Viele sichern sich gerne einen 10% Gutschein, auch ohne riesiges Kaufinteresse.

Nachteil: BRAINEFFECT gewinnt wenig Infos über den Kunden. Das macht es schwierig, ihm relevante Inhalte zu schicken.

Dieses Formular klebt unten an fast jeder Seite des Onlineshops von BRAINEFFECT. Dadurch abonnieren viele den Newsletter. Auch unpassende Kunden.

Ein klassisches „Masse statt Klasse“ Formular. Das klingt erstmal negativ, ist es aber nicht.

Der Aufwand für Email Marketing ist kaum anders, ob du an 6 Leute schreibst oder an 6000. Deswegen kannst du auch mit den Inhalten deines Newsletters unpassende Leute herausfiltern.

Hinweis: Dieser Ansatz kann große Nachteile haben. Niedrige Öffnungsraten bringen deine Emails in den Spam Filter. Maximale Anmeldungen heißen NICHT maximale Umsätze im Email Marketing.

Mit seinen anderen „Eingangstüren“ gewinnt BRAINEFFECT hingegen hochspezifische Kunden:

Verschiedene Eingänge, gleiches Ziel.

Wie BRAINEFFECT mit Quizzes perfekte Newsletter Abonnenten gewinnt

Das „10% Rabatt“ Formular könntest du so in den meisten Onlineshops finden. Die anderen 4 „Formulare“ nicht.

Denn BRAINEFFECT hat dafür Quizzes erstellt. Diese Quizzes geben BRAINEFFECT genaue Informationen über den Abonnenten.

Damit kann das Team Marketing Emails versenden, die dem Kunden dabei helfen, wo er Hilfe braucht. Sie können relevante Produkte anbieten, damit der Kunde genau bekommt, wonach er sucht.

Außerdem betreibt BRAINEFFECT Marktforschung: Sie erfahren, welche Vorteile & Produkte die meisten Kunden interessieren. So kann BRAINEFFECT wiederum Werbekampagnen und Produktentwicklung optimieren.

Sog. „Quiz-Funnels“ sind weit verbreitet. Sie funktionieren so:

  1. der Kunde klickt auf das Quiz
  2. der Kunde füllt Fragen aus
  3. für das Ergebnis gibt der Kunde seine Email an
  4. der Kunde erhält das Ergebnis per Email
  5. der Kunde erhält Nachfass-Emails, die ihn zum Kauf bringen.

Mit solchen Quizzes erzählen Leute dir, welche Probleme du für sie lösen kannst und geben dir die Möglichkeit, ihnen die perfekte Lösung anzubieten. Ein mächtiges Marketing-Tool.

Du willst das auch? Lass uns ins Detail gehen, damit du auch qualifizierte Leads mit Email Marketing gewinnen kannst:

1. Der Vorteil des Kunden

Quizzes haben viele Unternehmen als Quelle qualifizierter Leads entdeckt. Aber die meisten „verkaufen“ sie dem Kunden mit „mache jetzt unser Quiz!“.

Das interessiert Kunden nicht. Sie wollen kein Quiz—sie wollen wissen, welches Problem du für sie lösen kannst. Wie überall im Marketing siehst du bessere Ergebnisse, wenn du das Ganze zum Vorteil des Kunden positionierst.

BRAINEFFECT löst das extrem gut:

Quelle: brain-effect.com

Sie positionieren ihr Quiz als kostenloses Coaching. Das ist der vielleicht beste Teil der ganzen Email Marketing Strategie, denn:

  1. Coaching sehen viele als teure Dienstleistung. Das kostenlos anzubieten, sticht aus der Masse heraus.
  2. Gute Coaches fragen viel. Dadurch entsteht beim Kunden nicht der Eindruck, dass das Unternehmen nur Daten will.

Passend dazu liefert das Unternehmen auch gute Inhalte zum passenden Thema. Dazu später mehr.

Vielleicht kannst du dein Quiz nicht als Coach positionieren. Aber du kannst es so beschreiben, dass du UND dein Kunde dadurch Vorteile sehen. Nicht nur du.

2. Mehrere Schritte

Du kennst es: Irgendwer schickt dir eine Email mit einer Umfrage. Eigentlich willst Du helfen—aber schon die erste Seite enthält 11 Fragen. Du entschließt dich dagegen. Genau das passiert bei Kunden.

Viele Unternehmen tun genau das. Sie wollen möglichst viele Daten gewinnen (verständlich) und erstellen deswegen lange Fragebögen. Die füllen Wenige freiwillig aus. Deswegen bieten Unternehmen gerne Belohnungen fürs Ausfüllen.

Aber fürs Email Marketing brauchst du keine statistisch signifikanten Datensätze. Du brauchst ein paar Eckdaten. Genau das gewinnt BRAINEFFECT mit seinem Quiz.

Das Quiz erstreckt sich bewusst über mehrere Seiten. Die Fragen passen locker auf eine Seite. Aber das Quiz ist wegen zwei wichtigen psychologischen Prinzipien aufgeteilt:

Das Commitment Prinzip

Sobald Menschen etwas anfangen, bringen sie es auch gerne zu Ende. Du hast sicherlich schon mal einen Film zu Ende geguckt, der dich nach der Hälfte nur noch genervt hat.

Warum? Weil man ja nach einer Stunde nicht mehr aufhört. Das gleiche passiert auch bei BRAINEFFECTs Umfrage.

Wenn der Kunde schon auf zwei Dinge geklickt hat („jetzt kostenlos coachen lassen“ und „nächste Seite“) ist er tief im Prozess und möchte das Ergebnis sehen.

Nach der zweiten Seite fragt BRAINEFFECT nach der Email, um das Ergebnis zu versenden. Das ist der aufwändigste Schritt des Quizzes. Aber Leute sind jetzt schon 3 Klicks tief und möchten das Ergebnis sehen.

Wenn Leute auch nur einen kurzen Moment in ein Ergebnis (wie die Coaching-Tipps) investieren, bringen sie den Prozess wahrscheinlich auch zu Ende.

Das Chunking Prinzip

21334502. Kannst du dir diese Zahl merken? Schwierig.

213 345 02. Wie sieht’s damit aus? Deutlich leichter, oder?

Du hast gerade den Chunking-Effekt erlebt. Die gleiche Zahlenfolge kannst du in kleineren Stücken besser verarbeiten.

Warum? Große Mengen an Information kann unser Gehirn schwierig verarbeiten.

Das gleiche gilt auch für Umfragen, Quizzes und Fragebögen. Lieber 3 Seiten á 5 Fragen als eine Seite mit allen 15 Fragen.

Auch BRAINEFFECT teilt die Fragen auf mehrere Seiten auf, damit mehr Leute sie ausfüllen.

3. Die Anmeldung zum Email Marketing

Am Ende des Quizzes fragt BRAINEFFECT nach der Email-Adresse, um die Ergebnisse zuzustellen. Das funktioniert, weil:

  1. Eine Bitte nach etwas ist deutlich effektiver, wenn du dafür einen Grund lieferst.
  2. Der Kunde hat schon 2 Fragebogen-Seiten an Zeit investiert und geht deswegen wahrscheinlich auch die nächste Bitte ein.

Und dann meldet sich der Kunde an.

Und so gewinnt BRAINEFFECT qualifizierte Leads, wertvolle Daten und kann ihr Email Marketing perfekt segmentieren.

Aber all das ist nichts wert, wenn die Emails danach den Kunden nicht ansprechen, überzeugen und zum Kauf leiten.

Deswegen lass‘ uns jetzt BRAINEFFECTS Emails analysieren.

Email Onboarding bei BRAINEFFECT: So nerven Emails nicht.

Jeder kennt’s: Man meldet sich irgendwo aus Versehen zum Newsletter an und bekommt dann ständig Emails, von denen man sich gefühlte 8 mal austragen muss, bevor sie endlich verschwinden.

Auch einen täglichen Newsletter kann man richtig machen (siehe hier).

BRAINEFFECT sendet nach der Anmeldung fürs Quiz 4 Emails. Das weiß der Kunde sofort:

Mit der Angabe [1/4] bis [4/4] verdeutlichen die Newsletter, wann die Email Serie vorbei ist. Dadurch tut BRAINEFFECT dem Kunden einen Gefallen, weil er weiß, dass es so nicht monatelang weitergeht.

Außerdem wartet der Kunde dadurch auf die nächste Email, wenn ihm die erste gefällt.

Die Inhalte sind angepasst auf die verschiedenen Möglichkeiten am Anfang des Quizzes. Wie BRAINEFFET segmentiert, sieht man auch, wenn man auf „mein Abonnement managen klickt:“

BRAINEFFECT hat verschiedene Listen für verschiedene Kundensegmente—was meiner Meinung nach jeder Onlineshop haben sollte, der verschiedene Produkte anbietet.

Die 4 Emails enthalten jeweils Inhalte zu relevanten Themen für den Kunden. Zwischendrin promotet BRAINEFFECT Produkte und Content. Dazu zählen zum Beispiel Schlaf, Wohlbefinden und Konzentration.

Die Strategie finde ich super. Statt reiner Werbung lernt der Kunde und erhält dann eine „Einladung“, den nächsten Schritt zu gehen.

Die Idee finde ich großartig. Genau so gehe ich mein Marketing an. Allerdings sind die meisten der Emails kopierte Ratgebertexte von BRAINEFFECTs Blog, was ich nur erfahre, wenn ich auf „weiterlesen“ klicke.

Die Informationen sind super. Aber für Emails finde ich die Texte zu trocken.

Bei SEO Content sind Leser motiviert, den Content zu lesen, weil sie selbst nach diesen Informationen suchen. Bei Marketing Emails ist das anders. Im Postfach hat der Abonnent meist noch andere Newsletter und ist mit einem Klick weg, wenn er das Interesse verliert.

Hinweis: Das heißt natürlich nicht, dass du mit GROßBUCHSTABEN, 😀 Emojis, reißerischen Headlines und Halbwahrheiten Aufmerksamkeit erzwingen solltest. Das Ziel eines guten Newsletters ist es, dass dein Leser deine Emails liest, weil sie von dir sind, nicht weil du die besten Gimmicks hast. Dafür musst du ansprechende Inhalte liefern.

Die Alternative? Eine kurze Begrüßung, die Kontext herstellt.

„Hey NAME! Hoffentlich hast du gut geschlafen. In der heutigen Email findest du einen Auszug aus unserem Ratgeber zum Thema Konzentration. Den kompletten Artikel findest du hier.

Wenn du keinen Ratgeber lesen möchtest, findest du unten Produkte, mit denen du deine Konzentrationsfähigkeit steigerst.

Morgen geht’s um ein System in deinem Körper, das viele unterschätzen, wenn’s um mentale Performance geht.

Danach versteht der Kunde, wieso er diese Inhalte bekommt. Die Texte haben Kontext. Außerdem kann BRAINEFFECT den Klick schon am Anfang der Email bekommen.

Und: Es gibt Abonnenten, die bereit zum Kauf sind und keine Zeit für lange Texte haben. Durch die Ankündigung der Angebote kommen kaufbereite Kunden auf ihre Kosten. Denn kostenlose Inhalte sind nur nützlich, wenn sie Leute vom Kauf überzeugen. Sie schaden, wenn sie Verkaufsprozesse verlängern.

Zuletzt habe ich eine „Vorschau“ auf die nächste Email eingebaut. Damit wird der Kunde neugierig und öffnet den nächsten Newsletter in der Serie.

Insgesamt bleibt BRAINEFFECTs Newsletter Onboarding eine gute Email Strategie. Denn während textlich (meiner Meinung nach) noch viel Luft nach oben ist, haken sie doch die wichtigsten Punkte ab.

So schaffst du das auch:

  1. Mache deine Emails nützlich. Wenn der Kunde sich durch deine Emails schlauer, besser, glücklicher fühlt, liest er gerne weiter. Außerdem wirst du in den Köpfen deiner Leser zum Experten.
  2. Versende relevante Marketing Mails. Sogar Emails mit Weltklasse-Texten versagen, wenn sie nicht zum Leser passen.
  3. Kommuniziere nach der Anmeldung oft. Tägliche Emails für einen bestimmten Zeitraum filtern die Leute heraus, die nicht wirklich interessiert sind. Hier legst du das Fundament für die langfristige Kundenbeziehung.
  4. Empfiehl passende Produkte. Marketing muss verkaufen. Zeige dem Kunden immer, wie er den nächsten Schritt gehen kann.

Zusammenfassung: Relevante Marketing Mails verkaufen besser

Wenn dein Kunde sich fragt, warum er deine Mails bekommt, sind deine Mails irrelevant. Das führt zu genervten Kunden, Austragungen und schlechter Zustellrate.

Die Alternative? Mach’s wie BRAINEFFECT und sammle schon bei der Anmeldung wertvolle Daten, damit du deinen Abonnenten automatisiert relevante Inhalte schicken kannst—dann klappt’s auch mit den Öffnungen, Klicks und Verkäufen.

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Wie erstellt man gute Marketing Newsletter?

WICHTIG: Du liest hier eine „Beta-Version“ eines lebendigen Artikels, denn ich ständig erweitern werde. Dieser Artikel wird bald die beste deutsche Quelle dafür sein, wie man regelmäßige Newsletter erfolgreich umsetzt. Der Inhalt ist schon gut—aber noch kein „FUCK YEAH“.
Noch fehlt also vieles.

Dafür brauche ich Deinen Input. Denn ich will Dir hier den geilsten Email-Marketing Ratgeber auf Deutsch liefern. So kannst Du mein Held/Heldin werden:

Lies/überflieg/überspringe den Artikel. Schreibe einen Kommentar, welche Deiner Fragen der Artikel offen lässt Oder Du schickst mir Deine offenen Fragen per Email/LinkedIn 🙂


Vor ein paar Jahren wollte ich alle Newsletter abbestellen. Ich hatte genug. Ob Marketing-Guru oder Großkonzern: Ich wollte mich überall austragen. Doch dann hab ich’s nicht gemacht.

Das war die Geburtsstunde von EffektiveEmails. Denn bei meiner Newsletter-Flucht fiel mir auf, dass ich bestimmte Emails nicht abbestellen wollte, weil sie mir tolle Produkte zeigten, wertvolle Inhalte teilten oder mich informierten.

In diesem Artikel erfährst Du, was gute Newsletter richtig machen—und wie Du Newsletter Marketing zeitsparend und effektiv umsetzt, ohne Kunden zu nerven.

Der größte Fehler beginnt aber schon lange, bevor Du in die Tasten haust und in Deinem Email Marketing Tool den roten Knopf drückst.

Werbe-Mails vs. Newsletter Marketing

Pure Werbe-Mails sind wahrscheinlich die unbeliebtesten Emails aller Zeiten. Sie sind die klassische Spam-Mail: Null Inhalt, dafür 32 Produktbilder mit Preisen. Die ganze Email sieht aus wie ein Onlineshop Screenshot.

Auch solche Mails sind nicht grundsätzlich schlecht. Der Kunde muss sich nur bewusst dafür entscheiden. Meistens ist das nicht der Fall—dann bestellt der Kunde genervt ab und kauft bei der Konkurrenz.

Der Unterschied zum Newsletter ist gigantisch. Die Gemeinsamkeiten beschränken sich aufs Format.

Email Marketing: Marathon oder Sprint?

Stellen wir uns Email-Marketing mal vor wie Laufsport. Im Laufen gibt’s Usain Bolt, der Rekordzeiten auf 100 und 200 Meter läuft. Es gibt aber auch Eliud Kipchoge, der einen Marathon in unter 2 Stunden gelaufen ist.

Wer von den beiden ist besser? Keiner. Sie sind beide Weltmeister in unterschiedlichen Disziplinen. Denn die Anforderungen für einen 100 Meter Lauf und einen 42195m Lauf sind komplett unterschiedlich.

Der drahtige Eliud Kipchoge läuft täglich 20+ Kilometer, während ein muskulöser Usain Bolt Gewichte stemmt. Beide Traingsarten sind perfekt auf ihre Ziele abgestimmt.

Schwierig wird’s nur, wenn man mit 200kg Kniebeugen für einen Marathon trainiert.

Doch genau das tun viele Unternehmen im Email Marketing.

Sie senden Verkaufs-Emails und nennen das Ganze „Newsletter“. Und ich liebe gute Verkaufsemails und Automationen (sie gehören zu meinen Kernangeboten).

Auch im Email Marketing gibt’s viele verschiedene Disziplinen. Ein Newsletter ist nur eine davon. Lass uns also klar definieren, was ein Email Newsletter ist.

Hier meine Definition: „Ein Email-Newsletter erscheint regelmäßig im Postfach des Lesers, hat ein bekanntes Format und liefert neben Verkaufsbotschaften auch Inhalte.

Keine perfekte Definition, für unsere Zwecke aber mehr als genug.

Gut, Du weißt jetzt, was ein Newsletter ist. Aber was bringt er Dir?

Warum Newsletter Marketing?

Email-Marketing hat viele Vorteile. Social Media Konzerne können Deinen Account sperren, ohne Dir dafür einen Grund zu nennen—oder Deine Reichweite halbieren, wenn sie mehr Werbeumsatz brauchen.

Eine Email-Liste kannst Du als CSV exportieren, ausdrucken und dann von einem Motorola Razr mit T9 Emails schreiben. Aber alle Vorteile von Email Marketing bringen nichts, wenn die Emails keine Ergebnisse bringen. Das passiert vor allem durch einen Denkfehler:

Viele Unternehmer sehen Newsletter Marketing wie einen Apfelbaum im Oktober: Einmal schütteln und der Ertrag des Jahres fällt runter.

So funktioniert ein Newsletter nicht. Ein guter Newsletter ist eher die Gießkanne, durch die der Baum wächst und gedeiht—das Schütteln tun Automationen, Promotion-Emails usw.

Die erste Funktion eines Newsletters ist simpel:

Bleibe in den Köpfen der Leute—mit einem guten Newsletter

Gute Newsletter verkaufen, keine Frage. Aber ein Newsletter hat auch den Job, Dich/Dein Unternehmen frisch in den Köpfen der Leute zu halten. Denn oft fehlt dem Kunden keine Informationen, kein Rabatt und keine Blogartikel. Oft braucht ein Kaufprozess einfach Zeit, bis sich ein bestimmter Kunde für Dich/Dein Unternehmen entscheidet.

Beispiel: Markenaufbau mit Newslettern

November 2018. Thomas träumt seit Jahren vom Pool im Garten. Sein Erspartes wächst und bald kann er sich endlich das Privatschwimmbad leisten. Thomas surft durchs Internet und liest Artikel, Webseiten, Foren usw.

Er hat erst keine Ahnung, wen er damit beauftragen soll. Doch dann meldet er sich für den Newsletter der Firma Meier an, die auf Pool-Bau spezialisiert ist.

Jede Woche bekommt er per Email Antworten auf interessante Fragen zu seinem ersten Pool.

Im Mai 2019 wird es endlich warm. Das Bankkonto ist gut gefüllt und Thomas will schwimmen. Der Traum soll wahr werden. Wo sollte er anfragen? Von seiner Recherchephase ist ihm nur noch Firma Meier im Kopf, die ihm immer noch jeden Donnerstag eine Email senden.

Nach ein paar Telefonaten macht Firma Meier bei Thomas den ersten Spatenstich.

Das ist natürlich ein fiktives Beispiel. Aber genauso funktionieren Verkaufsprozesse in vielen Branchen (Gegenbeispiel sind Impulskäufe).

Viele haben Interesse an einem Angebot, wollen/können/dürfen es aber noch nicht kaufen. Wie einen Pool im Winter.

Doch irgendwann kommt der richtige Zeitpunkt. Das Unternehmen, das nicht in Vergessenheit gerät, hat dann einen meilenweiten Vorsprung.

Deswegen ist ein regelmäßiger, guter und nützlicher Newsletter so wertvoll—gerade, wenn zwischen Recherche und Kauf Wochen/Monate/Jahre vergehen.

Eins der Ziele eines Newsletters ist „Top of Mind Awareness“ (TOMA).Wenn Du TOMA hast, denkt Dein Kunde an Dich, wenn er an Deine Branche denkt. Dein Newsletter muss also nicht nur verkaufen, sondern Dich ins Gedächtnis des Kunden einbrennen.

Natürlich ist das nicht alles. Eine „hey, wir leben noch!“ Erinnerung ein mal pro Woche bringt wohl kaum Ergebnisse. Deswegen liefert ein guter Newsletter wertvolle Inhalte—für Dich und Deine Kunden.

Content Marketing per Newsletter?

Das Kernproblem bei schlechtem (Email-) Marketing ist, dass es sich nur um den Absender dreht.

Effektive Email-Newsletter konzentrieren sich auf den Leser. Mit jeder Deiner Emails solltest Du Inhalte liefern, die den Kunden näher an den Kauf bringen.

Nehmen wir Pool-Firma Meier als Beispiel. Aus dem Vertrieb wissen sie, welche Fragen ein potentieller Pool-Käufer mitbringt. Die beantworten sie im Newsletter. Eine Email könnte sich um die optimale Pool-Größe drehen, die Andere um den Aufwand für die Reinigung. Wieder ein anderer Newsletter beschreibt die schlimmsten Fehler beim Pool-Kauf.

Das ist eine Win-Win Situation:

  1. Firma Meier wird als Experte für Pools wahrgenommen und beseitigt mit jeder Email eine Frage/einen Einwand, der Interessenten vom Kauf abhält. Dadurch „züchten“ sie Kunden.
  2. Thomas Zimmermann hat jede Woche eine klarere Zukunft für seinen Pool vor Augen. Die Emails erweitern seine Perspektive und verbessern seine Erfahrung.

So sind die Inhalte für Dich und Deine Kunden wertvoll.

Newsletter Marketing bringt Dir also nicht nur TOMA, sondern beschleunigt auch den Kaufprozess Deiner Kunden. Ohne die Newsletter hätte Thomas die gleichen Infos vielleicht auf dem Blog der Konkurrenz gefunden—und dort gekauft.

Doch Inhalte sind nicht alles: Wenn Du verkaufen willst, musst Du auch verkaufen.

Verkaufen oder nicht?!

Biete dem Kunden in jeder Email an, den nächsten Schritt zu gehen. Ob das ein Kauf oder ein Gespräch ist. Das tust Du am besten mit einem Link zum nächsten Schritt. In 80% der Fälle ist das die Verkaufsseite, der Onlineshop oder die Buchungsseite.

Der Kunde muss Dich als Experten erinnern—aber er muss sich auch dran erinnern, wie er den nächsten Schritt gehen kann. Scheue Dich nicht davor, in jeder Email zu „verkaufen“. Im Marketing ist das Dein Job.

Doch ein Merkmal aus meiner Definition haben wir noch nicht behandelt:

Regelmäßigkeit

Damit Leute sich dran erinnern, braucht Dein Newsletter 2 Arten von Regelmäßigkeit:

  1. Frequenz
  2. Inhalte

Regelmäßige Frequenz

Gewohnheiten sind einfach. Wir führen sie automatisch aus. Mache Deinen Newsletter bei den Kunden zur Gewohnheit, indem Du regelmäßig auftauchst—ob das nun täglich, wöchentlich oder monatlich ist (dazu später mehr).

Regelmäßige Inhalte

Wenn Du eine Woche hilfreiche Inhalte lieferst und die Woche danach mit spammigen Pitches nervst, mag niemand Deinen Newsletter.

Wenn Du Leute an einen guten Mix aus Inhalten & Pitch gewöhnst, verstehen Leute Dein Format.

Beispiele guter Newsletter: Was sie gut machen—und was Du davon lernen kannst

In diesem Teil des Artikels siehst Du gute Newsletter unterschiedlichster Art—und was sie richtig machen.

Noah Kagans OKDork Newsletter

Er verteilt den Traffic auf anderen Content, anstatt ständig Neues zu machen.

Noah hat etliche Unternehmen gegründet, darunter AppSumo, SendFox und HaulDrop.

Sein wöchentlicher Newsletter ist simpel. Dauert wahrscheinlich max. 10 Minuten zu produzieren. Wenn Du wenig Zeit fürs Email Marketing hast, kannst Du Dir diese 3 Dinge von ihm abgucken (oder mich beauftragen hehe):

1. Nutze bestehenden Content

Noahs Emails behandeln fast immer 3 Stichpunkte, die zu anderen Inhalten verlinken. Wenn Du also einen Blog, Podcast, Social Media o.Ä. betreibst, brauchst Du nicht unbedingt neue Inhalte. Verlinke auf das, was schon funktioniert.

Einige werden den Content doppelt sehen. Aber dafür haben sie in dieser Email ja Auswahl.

Wichtig dabei: Erzähle dem Leser, warum es für ihn vorteilhaft ist.

2. Berichte einfach

Viele Unternehmer setzen sich unter Druck, wenn sie „Content“ hören. Sie denken, dass sie ständig neue Ideen brauchen. Aber du musst Dir nicht ständig was ausdenken—Dein Tagesgeschäft ist genug. Berichte daraus—aber zum Vorteil des Kunden.

Wenn Du jemanden aus dem Team vorstellst, rede nicht stumpf vom „Vertrieb“. Erzähle Kunden, dass Boris jetzt an Bord ist, damit sie die beste Auswahl treffen können.

Langweile nicht mit Deinen Neukunden. Erzähle Deiner Email-Liste, was Du aus dem Projekt gelernt hast und wie sie das selbst umsetzen können.

Was Du im Tagesgeschäft lernst, interessiert u.U. auch Kunden.
Noah macht’s genau so.

3. Hab‘ Spaß!

Noahs effektive Emails machen Spaß. Ihm und mir.

Noah nutzt witzige Spitznamen, Begrüßungen und Verabschiedungen. Das ist nicht direkt Inhalt, macht seinen Newsletter aber unterhaltsam.

Das macht sein Newsletter Marketing unterhaltsam und seine Persönlichkeit interessant.

Du musst nicht verkrampft sein, um Newsletter zu schreiben. Langweilige Emails kriegen wir schon genug.

Morning Brew

selbsterklärend, oder?

Während ich diesen Artikel tippe, sehe ich plötzlich eine neue Mail. Sofort geklickt und geöffnet. Wer war’s? The Morning Brew.

Morning Brew ist ein täglicher Newsletter mit Wirtschaftsnachrichten. Wie ein kleines Handelsblatt jeden Tag. Interessant dabei: Dieser Newsletter ist das gesamte Unternehmen. Finanziert wird The Morning Brew durch Werbung im Newsletter.

Das kannst Du von The Morning Brew lernen:

Sei nicht besser, sei anders

In jedem Bereich, der auf Google gesucht wird, gibt’s ohne Ende Content. Der meiste Content gibt die gleichen Tipps. Liegt auch daran, dass es nun mal nicht unbegrenzt Tipps gibt.

Deswegen ist es schwer, besser zu sein. The Morning Brew ist nicht besser. Die gleichen News kann man in jeder Zeitung bekommen. Aber eben nicht zusammengefasst in einer interessanten Email. The Morning Brew ist anders—weil sie die Nachrichten in eine Email verpacken und unterhaltsam schreiben.

Das kannst Du auch tun. Wenn Deine Konkurrenz den größten Blog in der Branche hat, schreibst Du halt den besten Newsletter.

Sei nicht besser, sei anders.

Keine Zeit fürs Bloggen? Archiviere!

Als Unternehmer kennst Du es vielleicht: Du willst eigentlich alles machen: Webinare, Blogging, YouTube, etc.

Aber es mangelt einfach an Zeit für all das. Gute Nachrichten: Du musst das nicht alles tun.

Wenn Dein Newsletter guten Content beinhaltet—wieso solltest Du ihn Anderen vorenthalten?

The Morning Brew veröffentlicht ihre Beiträge auch auf ihrer Website und bietet ein Archiv bestehender Newsletter an.

So betreiben sie SEO und geben potenziellen Lesern schon mal einen Einblick. Das kannst Du auch machen.

Poste einfach Deine Newsletter als Beiträge auf Deiner Website. Damit ziehst Du mehr neue Leser an (da sie sich im Vorhinein überzeugen können) und postest regelmäßig Content, was gut für SEO ist.

(Das Email Marketing Tool Sendfox macht das sogar automatisch).

Tim Ferriss‘ 5 Bullet Friday Newsletter

Tim muss, kann und will ich nicht zusammenfassen. Du kennst den Podcast, die Bücher, usw.

Inzwischen macht er so viel, dass man ihn in keine Schublade mehr stecken kann. Auch er kennt den Wert von Newsletter Marketing—und hat ein intelligentes Newsletter Konzept.

Jeden Freitag versendet Tim den „5 Bullet Friday“ (5BF) . Er beschreibt da 5 Dinge, die ihm in der Woche gefallen haben. Das kann eine App sein, ein Buch, ein Film oder sonst was.

Klingt simpel, ist es auch. Aber diese Email Strategie hat einen enormen Vorteil: Tim kann diese Email jede Woche liefern.

Weder Du noch ich oder Tim Ferriss haben wöchentlich bahnbrechende Neuigkeiten. Aber kurz 5 interessante Dinge beschreiben? Das kann jeder.

Aber wir sind (noch) nicht so reich wie Tim Ferriss—wir müssen was verkaufen. Verkauft Tim nichts in seinem Newsletter? DOCH!

Die Inhalte der 5 Stichpunkte sind nämlich extrem gut—und lassen Tim verkaufen, ohne dass es so aussieht.

Email Marketing Strategien von Tim Ferriss

Kurze Info: Tim verdient neben Investitionen und Büchern hauptsächlich über Sponsoren Geld.

Heißt für Tim: Mehr Reichweite = mehr Umsatz.

Geschätzte 70-80% der Stichpunkte sind reines „das finde ich cool“. Empfehlungen halt.

Newsletter als psychologisches Werkzeug
Eine unschuldige Empfehlung?

Das bringt ihm nicht direkt Reichweite. Doch durch Links, an denen er nichts verdient, vertrauen Newsletter-Abonnenten Tim. Doch das Ganze hat noch eine psychologische Komponente:

Er gewöhnt Leute daran, auf seine Links zu klicken und seinen Empfehlungen zu folgen.

Und das macht sich bezahlt: Podcast-Sponsoren möchten durch ihre Werbung Ergebnisse sehen—wo er Produkte empfiehlt.

Wie im Newsletter. Der Newsletter ist ein psychologisches Priming, das Tims Podcast-Sponsoren mehr Geld bringt. Dadurch kann er einen höheren Preis abrufen.

Doch das ist nicht alles.

Niemand will nur Pitches

Zu Tims Email Marketing Strategie gehören auch wöchentliche Emails zu neuen Podcastfolgen. Dort bewirbt Tim die gleichen Sponsoren wie in der Folge selbst.

Diese Emails würden ohne 5BF schnell nerven. Viele Hörer haben den Podcast sowieso abonniert. 5BF als (fast) reine Content-Mail gewöhnt Abonnenten aber daran, Tim Ferriss‘ Emails als wertvolle Inhalte zu sehen.

Durch die wirklich sehr guten Inhalte in 5BF sind die Sponsor-Pitches im Newsletter einfacher zu tolerieren. Außerdem wäre „Podcast-Erinnerungen und Werbung“ eine schlechte Strategie für Newsletter Opt-Ins.

Hat Tim Ferriss den besten Affiliate-Marketing Newsletter?

In fast jedem 5BF ist ein „Deal der Woche“ oder ein Gefallen, nach dem Tim fragt.

Deals der Woche in Tim Ferriss Emails

Die Deals sind meistens Rabatte für Tims Leser. Oft sind die Unternehmen (ehemalige) Sponsoren. Manchmal sind’s auch Unternehmen, bei denen Tim Anteile besitzt und er daran mitverdient.

Ab und zu kommen auch Firmen vor, die man sonst noch nicht von Tims Inhalten kannte.

Gemeinsam haben all diese Deals eins: Sie sind auf die Quelle des Klicks (Tims Email Marketing) zurückzuführen.

Wenn man klickt, weiß die Firma genau, dass man von Tim gekauft hat.

Auch Gutscheincodes beinhalten fast immer „Tim“. Damit sind Verkäufe eindeutig auf seinen Newsletter zurückzuführen.

Was ist die genaue Strategie? Keine Ahnung, ganz ehrlich gesagt. Aber folgendes ist möglich:

  • Affiliate Marketing: Tim bekommt Provision für jeden durch ihn erzielten Verkauf.
  • Sponsoring: Der Newsletter könnte ein kleineres Sponsoring-Paket sein, günstiger als der Podcast—über die Codes und Links verfolgen Sponsoren, wie effektiv ihr Newsletter Marketing ist.
  • Positive Erfahrungen: Er könnte die Plattform nutzen, um potentiellen Sponsoren zu zeigen, welche Ergebnisse er bringen kann.

Oder ein Mix aus allen drei.

Eigener Content

Nach dem extrem guten Newsletter teilt Tim im PS des 5BF auch andere Links, die ihn weiterbringen. Denn mehr Reichweite = mehr Umsatz.

Hier ein paar Highlights:

Hier fragt Tim nach Podcast-Bewertungen. Die halten ihn in den iTunes Charts und bringen ihm so mehr Reichweite. Besonders gut: Er stellt den Vorteil des Lesers/Hörers in den Vordergrund (wie es jeder gute Newsletter tut).

„Es hilft, unerreichbare Gäste zu überzeugen.“ < Es hilft ihm auch, mehr Geld zu verdienen—aber er stellt den Vorteil des Podcast-Fans in den Vordergrund.

Außerdem erklärt er genau, wie man eine Podcast-Bewertung vergibt—damit fällt die Ausrede „Ich weiß nicht, wie das geht.“ weg.

Das hier ist ein einfacher Link zur neuesten Podcast-Folge. Nichts besonderes, aber das kannst Du auch umsetzen: Promote Deinen Content auf mehr als nur einer Plattform—jemand ist schon „in Deiner Welt“ im Newsletter. Bringe ihn zu weiteren Berührungspunkten mit Dir.

Damit kommen wir zum vorletzten Punkt, der 5BF zu einem guten Newsletter macht: Virales Marketing.

Diese Passage steht in jeder 5 Bullet Friday Ausgabe.

Diese Passage ist in jedem Newsletter enthalten. Tims Nutzen ist deutlich: Mehr Leute sprechen über ihn und seinen Newsletter = Mehr Reichweite für ihn.

Und das funktioniert:

Quelle: Trackmyhashtag.com

Mit dieser Passage hat Tim in 7 Tagen 1,7 Millionen Leute erreicht—und zweifellos mehr Abonnenten gewonnen.

Interessant dabei: Wie auch bei den Podcast-Bewertungen stellt der den Nutzen des Lesers in den Vordergrund. Er nennt es „Feedback“ und erzählt dem Kunden, dass er damit mehr der Inhalte bekommt, die er sehen möchte.

Sicherlich nutzt Tim das Ganze auch als Feedback-Quelle.

Und gleichzeitig steigert er seine Reichweite, wodurch er wiederum mehr Geld verdient.

Natürlich bringen all diese Newsletter Tipps nur etwas, wenn Deine Leser auch in Deinem Newsletter bleiben. Auch dafür hat Tim Ferriss gesorgt:

Wie Tim Ferriss den „Großstadtrevier-Effekt“ nutzt

Die allermeisten Serien enthalten zwei Dinge:

  1. Was bisher geschah
  2. Nächstes Mal bei [SERIE]

Dadurch ist die Serie nie ganz abgeschlossen—und wir müssen die nächste Folge sehen. Und daran verdient der Fernsehsender Werbeeinnahmen. Fast wie Tims Podcast, oder?

Deswegen macht er’s wie die Serien:


Hier teasert er den nächsten Podcast-Gast an. Dadurch ist der Leser drauf vorbereitet, die nächste Folge (wortwörtlich) anzuschauen. Dadurch bleibt der Leser/Hörer gespannt und merkt, dass regelmäßig neue, gute Inhalte kommen.

Auch „Rückblenden“ wie diese sind wertvoll. Viele Unternehmer haben Angst, im Newsletter Marketing Inhalte wiederzuverwenden. Dabei fällt mir immer ein Zitat von Ryan Holiday ein:

Wenn ich nicht mal von Dir von Deinen Inhalten höre, wie wichtig sind sie Dir wirklich?

Ryan Holiday

Die Wahrheit ist: Fast niemand kennt all Deine Inhalte. Und wenn jemand alle Deine Blogartikel, Podcastfolgen und Webinare gesehen hat—dann stören ihn auch Wiederholungen nicht.

VeryGoodCopy—der Interview Newsletter

Zeit ist ein großes Problem bei Newsletter Texten. Ein guter Werbetexter kostet Geld—und selbst machen dauert lang.

Newsletter wie der von VeryGoodCopy umgehen das. Denn Eddie lässt einfach Andere den Content schreiben. Er führt Mikro-Interviews.

Auch gut: Der Social Media Button direkt darunter.

VeryGoodCopy ist ein effektiver Newsletter. Laut eigenen Angaben hat Eddie über 6600 Abonnenten:

Quelle: VeryGoodCopy.com

Auch großartig ist die Ankündigung: Mikro-Artikel. Dadurch erwarten Leute kurze Inhalte, keine Romane. Wenn Du auch Probleme hast, regelmäßig Newsletter zu schreiben—kündige doch einfach an, dass Deine Emails super kurz sind. Für einige ist das ein Vorteil, weil sie Deine Marketing Emails unterwegs lesen können.

Aber Eddies beachtliche Listengröße hat noch einen weiteren Grund: Das Interview-Format.

Das hat große Vorteile:

  1. Er stellt Andere ins Rampenlicht. Dadurch entwickelt er wertvolle Beziehungen. Außerdem steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Interview-Gäste auf seinen Newsletter verlinken.
  2. Er muss selbst keinen langen Content erstellen.
  3. Potentielle Kunden für seine Dienstleistungen verbinden ihn mit erfolgreichen Leuten.

Systematische Interviews

Auch ein Interview kann stundenlange Vorbereitung kosten. Journalisten lesen oft ganze Bücher für ein Interview. Für einen Newsletter Text musst Du Dich nicht so abmühen. Eddie macht es klug: Er stellt immer die gleichen, guten Fragen:

  • Was hättest Du gerne gewusst, bevor Du damit angefangen hast?
  • Welches Buch hat Dir in Deiner Karriere am meisten geholfen?
  • Womit hast Du die Lernkurve Deiner Fähigkeiten abgekürzt?
  • Welchen Tipp möchtest Du Lesern zum Abschluss geben?
  • Was hast Du aus Deinem größten Fehlschlag gelernt?
  • Was ist Deine Arbeitsroutine?

All diese Fragen sind interessant, egal wem Du sie stellst. Wenn Du solche Fragen hast, musst Du nicht jedes Mal lange recherchieren. Du gewinnst vielleicht keinen Pulitzer Preis, hast aber immer frische, gute und unterhaltsame Inhalte für Deine Marketing Mails.

Gute Interview Fragen schaffen folgendes:

  • Schaffen maximalen Wert für Deinen LESER, nicht für Dich.
    „Was hat Dir am besten an [UNTERNEHMEN] gefallen?“ ist eine Feedback-Frage, keine Interview-Frage.
  • Rücken den Gast in ein gutes Licht.

Aber was, wenn das nicht realistisch ist?

Vielleicht hast Du noch eine kleine Email Liste und kein Netzwerk aus erfolgreichen Leuten, die Du in Deinem Newsletter promoten kannst. Das ist nicht schlimm. Denn Du kannst auch viele Andere ins Rampenlicht stellen.

Kunden zum Beispiel. Zelebriere Erfolge Deiner Kunden in Deinen Newsletter Texten. Das macht Guillaume Moubeche von Lemlist:

Er krönt jede Woche den „Lemlister der Woche“. Damit stellt er Kunden ins Rampenlicht. Die freuen sich über mehr Bekanntheit und teilen u.U. sogar den Beitrag.

Aber, noch viel wichtiger:

Er zeigt, dass sein Produkt Ergebnisse bringt.

Kundenstimmen sind großartig. Social Proof steigert Conversion Rates. Keine Frage. Aber Kunden wissen auch, warum die Testimonials da sind: Um zu verkaufen.

Guillaume macht aus den Kundenerfolgen wertvolle Inhalte. Er zeigt Kunden, was sie umsetzen können–und motiviert Neukunden, sich anzumelden.

So kannst Du Dein Newsletter Marketing auch wertvoll machen und Kunden gleichzeitig überzeugen. Solche Emails sind auch außerhalb von B2B möglich:

  • Physiotherapie: Zeige, welche Dehnübungen für einen Patienten Rückenschmerzen behoben haben.
  • Bastel- und Kunstausrüstung: Zeige das beste Bild, das Deine Kunden auf Instagram gepostet haben.
  • Webdesign: Zeige, welche Kniffe Du benutzt hast, damit die Website des Kunden besser performt.
  • etc.

Wenn Du selbst keine Zeit hast, um Marketing Emails zu schreiben—frage Kunden, Mitarbeiter, Freunde, etc. nach einem Interview. Diese Email Strategie hat große Vorteile:

  • Du baust wichtige Beziehungen auf.
  • Du wiederholst Dich nicht.
  • Andere Leute promoten Dich (wenn’s gut läuft)
  • Du musst wenig mehr tun, als kopieren & einfügen—und lieferst trotzdem gute Inhalte.

Der tägliche Tipp: Donald Millers Newsletter

(mehr über tägliche Newsletter hier)

Donald Miller hat eins meiner Lieblingsbücher über Marketing geschrieben: „Building a StoryBrand“.

Sein Newsletter erscheint jeden Tag. Deswegen solltest Du das nur umsetzen, wenn Du die Ressourcen dafür hast—also entweder schnell & gut schreiben kannst oder Videos aufnehmen kannst.

Tägliche Newsletter tun 2 Dinge besonders gut:

  1. Dich in den Köpfen der Leute halten.
  2. Leute rausfiltern, die nicht jeden Tag von Dir hören wollen.

Heißt: Wenn Du Dich jeden Tag meldest, melden sich mehr Leute von Deinen Emails ab. Dafür hast Du aber eine Liste aus echten Fans.

So sehen seine Emails aus:

Simpel, klar und effektiv.

Die kommen jeden Tag. Wenn man klickt, kann man das Video schauen. Unter dem Video ist dann direkt ein Bestellformular für ein Produkt.

Wenn Du diese Newsletter Strategie umsetzen willst, gib wirklich hilfreiche Tipps. Viele Leute freuen sich über einen täglichen Tipp—wenn er hilfreich ist. Aber auch die besten Inhalte müssen geschäftlich Sinn machen. Das heißt: Traffic bringen.

So bekommt Don Klicks:

Höhere Newsletter CTR? Hier die Checkliste

Jede von Donalds Emails folgt der gleichen Struktur:

Donald Millers Emails bestehen immer aus 5 Teilen (neben dem Design):

  1. Das Problem macht deutlich, worum es geht. Mache deutlich, welche Probleme Du löst. Sonst hört Dir niemand zu.
  2. Aber auch der Vorteil für den Kunden muss deutlich sein. Der Kunde muss wissen, wie Du sein Leben verbesserst.
  3. Verdeutliche auch den Nachteil der Alternativen (dazu zählt auch Nichtstun). Sonst versteht der Kunde nicht, dass Du das Problem auch für ihn löst.
  4. Versprich dem Kunden, dass Dein Content das Problem für ihn löst und den Vorteil Realität macht.
  5. Ohne CTA klickt niemand.

Wenn Du diese 5 Elemente in Deinen Marketing-Mails hast, bist Du besser aufgestellt als 90% der Unternehmens-Newsletter.

Newsletter Design variieren: Deswegen nutzt Donald nicht immer das gleiche Layout

Die täglichen StoryBrand Emails sehen alle gleich aus. Ab und zu versendet Donald aber auch andere Emails:

Diese Emails sind Promo-Emails. Sie verkaufen ein Produkt oder ein kostenloses Webinar, wo dann verkauft wird. Die Variation hilft Kunden, die Inhalte abzugrenzen.

Die täglichen Tipps sind anders als die Verkaufs-Mails—und das wird auch für den Kunden deutlich.

Wenn sich Kunden für Produtkangebote anmelden, erhalten sie die gerne.

Aber wenn sich Leute für Tipps anmelden und unangekündigten Werbung bekommen, dann sind sie genervt und tragen sich aus.

Mache also auch visuell deutlich, um was für eine Email es sich handelt—wenn Du verschiedene Arten von Marketing Mails in Deinem Unternehmen nutzt.

Du kannst also tägliches Email Marketing machen. Allerdings musst Du viele gute Inhalte produzieren. Wenn Du nicht hauptberuflich schreibst oder ein Team dafür hast (oder einen Freelancer hehe), empfehle ich Dir einen wöchentlichen Rhythmus.

Was Du von guten Newslettern lernen kannst

In meiner Erfahrung haben gute Newsletter (für Unternehmen UND Kunde) 3 Dinge gemeinsam:

Newsletter Tipp 1: Kundenfokus

Effektives Email Marketing spricht den Kunden direkt an und erzählt ihm, welchen Vorteil er aus den Inhalten im Newsletter zieht. Wenn die Email Neuigkeiten aus dem Unternehmen teilt, erzählt ein guter Newsletter, warum das wichtig ist.

Newsletter Tipp 2: Regelmäßigkeit

Weder das typische Funnel-Denken (5-90 Emails nach der Anmeldung und dann nie wieder was) noch der seltene Newsletter (3-4 Werbe Emails im Jahr) sind langfristig effektiv.

Versende Deine Emails regelmäßig und mache sie zur Gewohnheit. So bleibst Du in den Köpfen der Leute.

Gewöhne Kunden außerdem an Deine Inhalte. Wenn Leute in Deinen Emails immer eine positive Erfahrung haben, kaufen sie eher.

Newsletter Tipp 3: Inhalte

Niemand mag Emails ohne echten Inhalt. Gute Newsletter machen die Email an sich nützlich/informativ/interessant für den Kunden—bevor Geld die Hände wechselt.

Fazit

Heute bekomme ich regelmäßig eine großartige Auswahl an Newslettern. Einige davon verkaufen jeden Tag, andere liefern reine Inhalte. Und ein paar sind auch einfach nur lustig. Doch eins haben sie alle gemeinsam: Sie sind Win-Win. Ich freue mich über die Emails und das Unternehmen verdient damit Geld.

Das wünsche ich mir auch für Deinen Newsletter.
Wenn Du wissen möchtest, wessen Emails ich gerne lese, melde Dich einfach für meinen Newsletter an und ich schicke Dir die Liste.

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Tägliches Email-Marketing—nervt das Kunden nicht? Wine in Blacks Newsletter Strategie

Wie Du Dir vielleicht vorstellen kannst, melde ich mich für haufenweise Newsletter an—irgendwo muss das Futter für die wöchentlichen Email-Analysen ja herkommen. 

Auf den Formularen dafür tauchen inzwischen immer öfter bedenkliche Phrasen auf: 

„Wir schreiben nicht oft!“ „Du bekommst nur alle paar Monate eine Email.“ „Keine Angst, unser Newsletter kommt nur alle 2 Monate.“

Die Intention ist toll: Man will den Kunden nicht nerven.

Aber stelle Dir folgende Situation vor: 

Kati und Hans hatten gerade ein tolles Date. Sie passen super zueinander, haben viel gelacht—selbst über den Weinfleck auf Hans‘ Hemd konnte Kati lachen. Aber während sie sich verabschieden, sagt Hans einen Satz, wegen dem Kati nie wieder von ihm hören möchte. 2 Monate später sitzt er im gleichen Restaurant zum Geschäftsessen—und sie am Tisch neben ihm. Gegenüber von ihrem neuen Freund. 

Was war dieser katastrophale Satz? 

„Hat mir echt gut gefallen. Bis zum nächsten Mal. Keine Angst, ich will Dich nur alle paar Monate sehen.“

Genau das tun Unternehmen, wenn sie damit werben, wie wenig Emails sie versenden. 

Wie so oft steckt dahinter eine Annahme: Leute möchten unsere Emails nicht bekommen. Und wer mit dieser Annahme Emails erstellt, sollte vielleicht auch weniger senden. 

Wie macht man tägliches Newsletter Marketing gut?

Es gibt viele Unternehmen, die täglich gute Newsletter versenden. Die Unternehmen machen damit Umsatz, die Kunden erhalten interessante Inhalte. Wine in Black, der Hauptdarsteller dieser Email Analyse, schafft genau das.

Wine in Blacks Email Marketing Strategie ist simpel, gut und effektiv: Sie versenden täglich Pitches. Auch am heiligen Sonntag.

Die „Mehrwert-Mafia“, laut der man im Marketing nicht verkaufen darf, geht das gegen den Strich. Aber ich bin mir sicher, dass Wine in Black (WIB) mit ihren Emails gute Ergebnisse sieht.

Zumindest hat das Unternehmen seine Gründer reich gemacht, als es 2019 zu 100% übernommen wurde.

Natürlich kannst Du nicht irgendein Email Formular auf Deine Website packen, täglich irgendwas versenden und haufenweise Verkäufe sehen. 

Dann bekommst Du höchstens Spam Reports und wütende Leserbriefe.

Lass uns also untersuchen, wie Wine in Black täglich Emails versendet, die Leute gerne bekommen—und durch die sie kaufen.

Wichtig: Wenn Du täglich Newsletter schreibst, melden sich Viele wieder ab. Das ist so. Dadurch hast Du aber nur noch wirklich interessierte Leute auf der Liste. Genau das tut Wine in Black. Mit täglichen Emails filtern sie die Leute heraus, die kein echtes Interesse haben. Denn desinteressierte Leser können eine Email im Monat ignorieren-aber tägliche Emails bestellt man ab, wenn man nicht 100% dabei ist. 

Kurze Einführung: Was macht Wine in Black?

Das deutsche Wein- und Champagner Start-up arbeitet direkt mit Winzern und Weingütern. Dadurch bieten sie Weine und Champagner zu günstigen Preisen an. WIB ist eine der deutschen Startup Erfolgsgeschichten.

Zurück zum Email-Marketing.

Am Anfang war der Opt-In

In jeder Email sind Kunden nur einen Klick von der Abmeldung entfernt. Heißt: Sobald Du unpassende Inhalte versendest oder Deine Versprechen nicht einhältst, verlierst Du Leser. 

Das weiß auch Wine in Black. Deshalb erwähnen sie auf ihrer Newsletter-Seite klipp und klar, wie oft man was für Emails bekommt.

Quelle: https://www.wine-in-black.de/newsletter-information

Sicherlich melden sich dadurch weniger Leute an als für einen monatlichen Newsletter. Aber wer sich anmeldet, entscheidet sich bewusst für tägliche Emails.

So segmentiert Wine in Black schon vor der Anmeldung. 

Praxistipp

Mache schon bei der Anmeldung für Deinen Newsletter deutlich, was Abonnenten wie oft erhalten. Lieber im Vorhinein aussortieren als haufenweise desinteressierte Adressen in der Liste.

Die wichtigste Automation: Wine in Blacks Willkommenssequenz

Wie in der letzten Email-Analyse erwähnt sind die ersten Emails an Kunden am wichtigsten. 

Ein neuer User/Interessent/Abonnent muss sich zurechtfinden. Er muss Dich, Dein Unternehmen und Deine Angebote verstehen. Sonst ist er sofort wieder weg. Und wer sich trotz guter Emails austrägt, war wahrscheinlich einfach kein passender Kontakt. 

Wie fast alle guten Willkommens-Automationen kommen auch Wine in Blacks Emails täglich.

Email 1: Vorbereitung.

Hier die erste Mail nach dem Gutschein:

Perfekter Text? Nein. Aber er bereitet den Kunden genau darauf vor, was er für Emails bekommt. 

Danach kommen ein paar Links zum Onlineshop: 

Ich bin kein Fan von Newsletter Designs, die wie Websites aussehen. Aber diese 4 Links gewöhnen den Kunden daran, dass er auf Links in den Onlineshop klickt. Außerdem böte diese Email sonst keine Möglichkeit, den nächsten Schritt mit Wine in Black zu gehen (die Bestellung).

Versteckter Vorteil: Datensammlung

Diese 4 Kategorien dienen nicht nur als Links in den Shop—sie könnten auch als Marktforschung dienen und Wine in Black zeigen, welche Kategorien am öftesten geklickt werden. 

Email 2: Die Qual der Wahl? Hier nicht!

Ich habe keine Ahnung von Wein. Im Supermarkt kaufe ich einen mit nem schicken Label zu einem anständigen Preis. Genau für Leute wie mich hat Wine in Black die nächste Email gemacht. 

Darin zeigt das Unternehmen 4 Wege, wie man bei Wine in Black das richtige Produkt findet. Dabei geht Wine in Black von Kaufinteresse aus. 

Das solltest Du nicht unbedingt tun: Wine in Black ist einfach zu verstehen. Ein Online-Shop für Wein und Champagner. Die wichtigsten Fragen für den Kunden sind „Kriege ich hier den richtigen Wein?“ und „zu welchem Preis?“. Wenn Dein Unternehmen komplizierter ist, musst Du mehr bieten. Email Marketing für teure Dienstleistungen oder Softwares muss u.a. auch Deine Expertise beweisen. 

Der Newsletter ist simpel, hat aber vieles „unter der Haube“. Ich nenne diese Struktur eine „Nein-Kette“.

Wem eine Methode nicht passt, der scrollt weiter herunter. So behält Wine in Black auch Leser, die zur ersten Methode nein sagen.

Hinweis: Wine in Black hat mit „Weinfreunden“ eine riesige Zielgruppe und muss alle bei Laune halten. Wenn Du nur ein kleines Segment bedienst, kannst Du es Dir einfacher machen.

WIB verspricht dem Kunden ein Ziel: Den passenden Wein finden. Danach liefern sie 4 Möglichkeiten, das zu tun. Das hat mehrere Vorteile: 

  • Eindruck: Niemand wird alle 4 Möglichkeiten nutzen, weil sie alle verschiedene Phasen im Kaufprozess ansprechen. Allerdings gewinnt der Kunde dadurch den Eindruck, dass es WIB am Herzen liegt, dass er den richtigen Wein findet. So konstruiert Wine in Black ein positives Image.
  • Mehrere Zielgruppen erreichen: Die 4 Auswahlmethoden sprechen verschiedene Phasen im Kaufprozess an—und damit verschiedenste Zielgruppen, die sich vielleicht auf der Liste befinden.

Aber lass uns diese Marketing Email im Detail anschauen:

Interessant sind die kurzen Fragen, bevor die entsprechende Funktion vorgestellt wird. Damit schafft Wine in Black Kontext und erzählt niemandem von der Freitextsuche, der davon nicht profitiert. Solche Fragen sind in jeder Methode enthalten. 

Aber hier kommt der beste Teil der Email: 

Weinhandel als „Experten-Business“?

WIB bietet Weinberatung durch einen Sommelier an—und pflegt dafür gleich einen Link zu seinem Kalender ein. Das ist nicht nur cool, weil’s extrem wertvoll für den Kunden ist. Denn das Beratungsangebot ist ein brillantes Marketing-Werkzeug: 

  • Wine in Black wirkt allein durch das Angebot professionell—auch wenn wahrscheinlich Wenige es nutzen. Trotzdem zeigen sie, dass Wein für WIB nicht nur eine Geschäftsidee ist.
  • Wer sich beraten lässt (und zufrieden ist), kauft höchstwahrscheinlich auch. Es fällt Menschen schwer, etwas abzulehnen, wenn wir gerade gut beraten wurden (=> Reziprozität)
  • Der Sommelier erfährt, warum Kunden nach Wein suchen. Dadurch gewinnt Wine in Black Informationen, die Konkurrenten verborgen bleiben.

Wahrscheinlich haben viele Weinhändler einen Sommelier angestellt. Aber ich habe noch keinen gesehen, der die Expertise im Unternehmen so effektiv im Email Marketing nutzt.

Das war’s auch schon mit den Willkommens-Mails. Viel wichtiger sind natürlich die täglichen Angebots-Mails.

Wine in Blacks täglicher Newsletter

Warnung: Ich rate den allermeisten Unternehmern davon ab, in ihren Marketing Mails nur Rabatte und Angebote zu verschicken. Das trainiert Kunden darauf, nie zum Vollpreis zu kaufen. Bei Wine in Black ist das anders, da ihr gesamtes Geschäftsmodell auf Rabatten basiert. Kopiere Wine in Blacks Newsletter Strategie also nicht blind.

Weniger Wein = mehr Effekt?

Wine in Black könnte in jede Email ein Mosaik aus Produktbildern und Preisen klatschen und das Ganze versenden—wie es so viele eCommerce Unternehmen im Email Marketing machen. 

Das tut Wine in Black zumindest zum Anfang nicht. Aufhänger jeder Email ist ein einziger Wein. Dadurch leitet die Email die Aufmerksamkeit des Kunden.

Wine in Black weiß genau, was der Kunde bei jeder Email tun soll. Dem Kunden wird das auch schnell deutlich. Dadurch fragt der Kunde sich nicht „Und warum schickst Du mir das jetzt?“.

Aber das Team bei WIB versteht auch den wahrscheinlich wichtigsten Mechanismus im Genussmittel Marketing.

Niemand interessieren Fakten

Lass uns ehrlich sein: 99,99% aller Menschen (inklusive mir) verstehen nichts von Wein. Sie wissen, was schmeckt. Aber die Meisten könnten einen 50 Jahre alten Wein für 2000€ kaum von einer 3,99€ Flasche aus dem Aldi unterscheiden.

Wein ist da wie Kunst: 

Die Geschichte zählt mehr als die Fakten. (Ist übrigens bei den meisten Genussgütern so. Ob Kaffee, Tee, Schnaps oder sonst was.)

Deswegen erzählt Wine in Black in ihren Emails die Geschichte des Weins. Wenig Fakten.

Wahrscheinlich weiß die Hälfte der Kunden nicht mal, wo die iberische Halbinsel liegt. Aber trotzdem klingt das Ganze exotisch und erweckt Emotionen—man denkt an alte Weinkeller und Tradition. 

Auch bei Wine in Black finden Kunden die klassische Faktenliste. Aber die taucht da auf, wo sie hingehört—nämlich unten auf der Produktseite.

Quelle

Die Email muss Neugier und Interesse schaffen. Wenn Emails nur Fakten über ein Produkt auflisten, erweckt das keine Emotionen—sondern spricht nur Profis an. 

Ausflug in die Psychologie: Das HSM

Wieso das so ist, erklärt das heuristisch-systematische Modell der Überzeugung (Chaisen et al., 1989) (nicht so langweilig, wie’s klingt ;):

Quelle

Laut dem HSM gibt es 2 Wege fürs Gehirn, Informationen und Eindrücke zu verarbeiten:

Heuristische Verarbeitung ist das klassische Impulsdenken. Auf dem Rückweg von der Arbeit noch ein Snickers bei der Tankstelle, obwohl Du auf Diät bist? Klarer Fall von heuristischer Verarbeitung. Hierbei führen Emotionen, Gewohnheiten usw. zur Entscheidung.

Systematische Verarbeitung ist der Modus, in dem wir immer gerne wären. Der Modus, in dem wir uns ein gesundes Rezept raussuchen und sogar darauf achten, was wir noch im Haus haben. Hier denken wir über Argumente nach, erwägen Vor- und Nachteile und entscheiden rational. 

Keins der beiden ist besser oder schlechter fürs Marketing—beide passen für verschiedene Situationen. Aber Wein kauft man sich nicht nach detaillierter Kosten-Nutzen Analyse. Wein ist für alle privaten Käufer (also Wine in Blacks Zielgruppe) ein Symbol für Genuss, einen netten Abend und Gemeinschaft. 

Im Email-Marketing insgesamt ist eine emotionale Strategie sowieso besser—denn wenn der Kunde auf einmal hart nachdenkt, dann geht er einfach zur nächsten Email, sobald seine Aufmerksamkeitsspanne verbraucht ist. 

Mache es Deinen Kunden einfach, eine Impulsentscheidung zu treffen. Das ist nicht so böse, wie es klingt: Du möchtest ja nur den Klick auf die Verkaufsseite bekommen—die rationalen Argumente kannst Du dort immer noch bringen.

Dennoch gilt der Grundsatz in 90% aller Fälle: 

„Leute kaufen emotional und rechtfertigen rational.“

Zig Ziglar

Erzähle die Story hinter Deinem Produkt. Das gilt nicht nur für Impulskäufe. Du brauchst auch keine aufregende Geschichte wie ein exotischer Wein.

Folgende Punkte können Dir als Inspiration dienen:

  • Wie lange Dein Unternehmen besteht
  • Kundenerfolge
  • Warum Dein Unternehmen gegründet wurde
  • Herkunft des Produkts
  • Was das Produkt anders macht
  • Für wen das Produkt entwickelt wurde
  • Wer mit dem Produkt welches Problem lösen wollte
  • usw.

(wie Du im Email Marketing ansprechendes Storytelling betreibst, erfährst Du in meinem Artikel fürs Ryte Magazine)

Psychologischer Geheimtipp: So wirken WIBs Preise kleiner

Das hier ist mir erst bei meiner zweiten Schreibsitzung für diesen Artikel aufgefallen. Und diese Taktik ist so subtil, dass es vielleicht nicht mal Absicht ist. Funktionieren tut es auf jeden Fall.

Wine in Black macht sich in seinen Emails und im Onlineshop nämlich den Anker-Effekt (Tversky, Kahneman, 1974) zunutze:

Was ist der Anker-Effekt?

Zahlen bedeuten fürs menschliche Gehirn nichts ohne eine Zahl für den Vergleich. Wenn Du zwei Zahlen siehst, verändert Zahl 1 Deinen Eindruck von Zahl 2—egal, ob die beiden Zahlen im Vergleich stehen. Die erste Zahl dient als Ankerpunkt. 

Heißt: Wenn Dein Kunde Deine Preise mit einer deutlich höheren Zahl vergleicht, wirken die Preise niedriger. Auch, wenn sie eigentlich gar nicht so günstig sind. 

Mit den 90+ Punkten ganz am Anfang (Meist schon in der Betreffzeile) setzt Wine in Black hohe Anker, wodurch ihre Preise niedriger wirken. Ich weiß wenig über Wein und kenne die Branche nicht. Vielleicht ist all das also einfach eine Standard-Metrik. Aber ich schätze, dass der Weinhändler diesen psychologischen Mechanismus bewusst einsetzt, da sie die Punkte auch im Onlineshop hervorheben—was bisher kein anderer Weinhändler macht.

Auch interessant: Die hohen Nummern (UVP & Punktzahl) stehen physisch über dem Preis, den der Kunde als niedrig sehen soll. Da wir Webseiten von oben nach unten lesen, stellt Wine in Black so sicher, dass wir erst die hohe Punktzahl lesen.

Diese psychologische Preis-Strategie funktioniert also nicht nur als Email Marketing Strategie. 

(Mehr zum Anker-Effekt in diesem Artikel)

Nach den „Stories“

Ist der Wein des Tages vorgestellt, nutzt WIB noch weitere verkaufspsychologische Elemente ein, die Du im Email Marketing nutzen kannst. Hier ein paar im Schnelldurchlauf: 

Autorität & Social Proof: Wir Menschen lassen uns gerne von Experten überzeugen. Hier nutzt Wine in Black eine Expertenmeinung, um den Kunden weiter zu überzeugen.

Marktforschung: Wer unentschlossen ist und nach ganz unten scrollt, bekommt die 4 wichtigsten Kategorien. Dadurch hat WIB die Chance, Kunden zu gewinnen, die die vorgestellten Weine nicht überzeugend fanden. Außerdem sehen sie, für welche Art Wein sich Kunden am meisten interessieren.

Content Marketing: Wine in Black bietet mit Weingut-Vorstellungen und Magazinartikeln interessante Inhalte an. Dadurch bekommt WIB auch Leute auf die Seite, die nicht direkt etwas kaufen wollen—es dann aber durch den Artikel vielleicht doch tun. 

Fazit: Guter täglicher Newsletter, der wahrscheinlich sehr effektiv ist.

In Wine in Blacks Newsletter stecken viele interessante Taktiken. Einen solchen Newsletter täglich zu produzieren, ist für viele Unternehmen unrealistisch. 

Aber unabhängig von der Größe Deines Unternehmens kannst Du:

  • Den Anker-Effekt für Dich nutzen
  • Stories hinter Deinen Angeboten erzählen
  • Mit Emotionen verkaufen
  • Dich selbst oder die Experten in Deinem Unternehmen in den Vordergrund rücken
  • …und mehr.

Das war’s für diese Woche. Hoffentlich konntest Du etwas mitnehmen und umsetzen. Was hast Du schon ausprobiert? Schreib’s in die Kommentare!

Du hast eine alte Email-Liste, der Du ewig nicht geschrieben hast? Hol Dir meinen kostenlosen 7 Tage Kurs.

Bleibe effektiv,

Finn „durstig“ Lobsien

P.S.: Ich möchte anmerken, dass ich extrem stolz darauf bin, keinen „das bringt mich zum Weinen“ Witz gebracht zu haben.

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Email Marketing Strategie mit XOVI

[UPDATE: Nach der Veröffentlichung dieses Artikels hat mir XOVI CMO Thomas Synordazki ein kurzes Interview gegeben und weitere Fragen mit seiner internen Perspektive beantwortet. Klicke hier, um direkt zum Interview zu springen.]

Moin und herzlich willkommen zur neuesten Email Analyse. Heute geht’s mal nicht um eine einzige Mail, sondern um eine ganze Strategie. 

Denn Du kannst die besten Emails haben: Wenn sie nicht zu Deiner Strategie passen, sind sie wenig Wert. Wenn aber Email Strategie und Texte zusammenpassen, hast Du eine explosive Mischung.

Dann lesen Leute gerne, erwarten Deine nächste Email und klicken auf Deine Links. Und wenn Du auch noch automatisierst, gewinnst Du Deine Kunden auf Autopilot.

Die Beispiele kommen diese Woche vom deutschen SEO-Software Anbieter XOVI.*

Wieso gerade XOVIs Email Marketing?

In der Email-Analyse habe ich bisher noch kein Software-Unternehmen behandelt. Dabei gelten aber viele der gleichen Prinzipien, ob man nun Software oder Email Marketing Strategie verkauft. 

So ungefähr…

Besonders gut gefällt mir, dass XOVI Prozesse automatisiert, die bei anderen Unternehmen gar nicht geschehen (oder für die man sich erst einloggen muss). 

Ich habe mich für 5 SEO Softwares angemeldet. XOVI war die einzige, in die ich mich nochmal eingeloggt habe. 

Wieso? Weil sie mir nützliche Emails geschickt haben, die mich wieder ins Dashboard geführt haben. Denn ich habe keine Ahnung von SEO-Software. Man muss mich da an die Hand nehmen. 

Gerade, wenn Du komplexe Produkte oder Dienstleistungen vermarktest: Nimm Deine Kunden an die Hand. 

„Ich zitiere mich nur ungern selbst.“ -Finn Lobsien

Lass mich ganz ehrlich sein: Einige der Emails haben meiner Meinung nach zu viele verschiedene Links. Viele Sätze sind unnötig komplex. Die Texte sind oft zu trocken. Und ich bin manchmal Finn, manchmal Herr Lobsien. Manchmal Du, manchmal Sie.

In anderen Worten: Die Emails sind nicht perfekt.

Aber die richtigen Emails kommen zum richtigen Zeitpunkt. Und sie funktionieren. Und wenn Du das schaffst, machst Du gutes Email-Marketing, ohne Meistertexter zu werden. 

Email Marketing Tipp 1: Die Zwei-Stimmen Strategie

Die erste Email nach der Anmeldung zu XOVI kommt unter dem Namen einer Person aus dem Vertriebsteam. 

Danach gibt’s 2 Newsletter mit XOVI als Absender. Dann wieder die Person.

Grundsätzlich sind Emails von Menschen persönlicher und werden öfter geöffnet. Unternehmensname performt also tendenziell schlechter.

Trotzdem gefallen mir die verschiedenen Absender bei XOVI. Das grenzt Nutzungsrelevante Mails (Analyse abgeschlossen etc.) von Mails ab, auf die ich antworten kann.

Das sieht man auch im Newsletter Design:

Ganz klar ein Marketing Newsletter.

Die automatisierten Emails enthalten Grafiken und Layouts. Sie sind auf den ersten Blick Marketing Emails.

Die Mails der Vertriebsperson sehen hingegen aus, als wäre sie gerade von Hand getippt worden (ist sie sogar vielleicht?).

Das genaue Gegenteil der vorigen Mail. Manchmal ist weniger mehr.

Grundsätzlich finde ich Text Mails besser, weil sie persönlicher sind, weniger Arbeit verursachen und seltener im Spam-Filter stecken bleiben.

Die „unpersönlichen“ Mails gefallen mir trotzdem gut, da sie (neben dem nützlichen Inhalt) die persönlichen Mails im Kontrast noch menschlicher aussehen lassen. 

Ganz im Ernst, ich weiß nicht, ob die Mail der Vertriebsperson automatisiert ist.

Wenn Du also im Email-Marketing ähnliche Dinge hast (zum Beispiel persönliche Newsletter und unpersönliche Bestellbestätigungen), kannst Du mit zwei verschiedenen Arten Emails und Absendern arbeiten. 

Ich würde dabei allerdings nicht den Unternehmensnamen wählen, sondern eine andere Person, zum Beispiel jemanden aus dem Support Team.

Praxistipp

Nutze verschiedene „Stimmen“ in Deinem Email-Marketing, wenn Du auf zwei verschiedene Arten kommunizierst. Kurze, persönliche Emails wirken noch menschlicher, wenn sie im Kontrast zu typischen Newslettern stehen.

Email Marketing Tipp 2: Mehr Anmeldungen zu Nutzern machen

Von XOVI bekommt man viele Mails. Das ist auch gut so.

SaaS, Onlinekurse und Mitgliederbereiche müssen nicht nur verkaufen und versenden wie ein eCommerce Unternehmen. 

Denn sie müssen den Kunden/Nutzer erstmal dazu bekommen, dass Produkt auch zu nutzen/konsumieren. Auch wenn ein Onlinekurs dann schon verkauft ist, bist Du den Kunden für immer los, wenn er den Kurs nicht mal anschaut. 

Denn wer ein Produkt nicht nutzt, kauft nicht wieder. Klar, der Kunde ist vielleicht „selbst Schuld“. Das hilft Dir aber nicht—Du hast den Kunden verloren. 

Mit dem Kauf ist Marketing nicht vorbei.

Die Antwort: Onboarding.

Komplexes Produkt? Mit guten Emails kein Problem!

Komplexe Software einfach gemacht mit guter Onboarding Email.

So eine Sequenz sollte meiner Meinung nach jedes SaaS Unternehmen haben.

In der Email erklärt XOVI die ersten Schritte mit ihrer Software. Gerade SaaS Unternehmen senden nach der Anmeldung eine Email mit den Anmeldedaten und lassen Nutzer dann alleine. 

„Wir wollen den Nutzer ja nicht nerven.“

Software-Unternehmen, das sein Potenzial nicht ausschöpft.

XOVI macht genau das Gegenteil. Sie senden nützliche Tipps, mit denen man sofort loslegen kann. Und das tun sie gut: 

Programmierer und Ingenieure gehen gerne davon aus, dass der Nutzen ihres Werks offensichtlich ist. XOVIs Email Marketer wissen es besser. 

Besonders gut: Tools direkt verlinkt.

Statt technischen Details gibt es Vorteile, die für den Kunden interessant sind. Außerdem ist jedes Tool direkt verlinkt, damit man nicht lange suchen muss. 

Extra Tipp: Mini-Links

Wer weiterscrollt, möchte mehr Infos. Das ist eine Grundregel im Marketing. Welche Infos die Person sucht, weißt Du natürlich nicht immer. 

Du kannst Dein Email-Marketing allerdings verbessern, wenn Du die wichtigsten Links zu Deinem Unternehmen unten in jeder Email verlinkst: 

So einfach kann’s sein: Mehr Chance auf Käufe, weniger Supportaufwand.

So können sich XOVIs* Nutzer genau die Infos suchen, die sie brauchen. Das bringt weniger Support-Aufwand und zufriedenere Nutzer. 

Braucht mein Onlinekurs Onboarding?

Das Gleiche gilt auch für Onlinekurse. Versendest Du jedes Mal eine Email, wenn eine neue Lektion freigeschaltet ist? Wissen Deine Kunden, wie sie das Material abspielen und/oder herunterladen können? Wissen sie, was sie alles bekommen?

All das ist für Dich als Experten offensichtlich. Für Deine Kunden vielleicht nicht. Kaum jemand liest vor dem Kauf alle Informationen, gerade bei <100€ Produkten.

So werden Kurse auch angeschaut! (kommen übrigens wöchentlich)

Gutes Onboarding = mehr Nutzung. Egal ob Onlinekurs oder Software.

Praxistipp

Was sind die drei wichtigsten Schritte mit Deinem Programm, Produkt oder Deiner Dienstleistung? 

Schreibe zu jedem Schritt eine Email. Versende sie automatisch über die drei Tage nach der Anmeldung. 

Natürlich kannst Du auch 5, 10 oder 37 Schritte und Emails machen. Eben das, was Dein Kunde tun muss, um eine gute Erfahrung zu haben. 

Wenn der Kunde nichts weiß, macht er auch nichts.

Email Marketing Tipp 3: Was machst Du überhaupt für mich?

Wenn etwas nichts für uns macht, zahlen wir dafür nicht gerne. Gerade Software-Abos sind leicht zu kündigen, wenn man das Ganze länger nicht nutzt. 

Dabei wissen wir oft nicht, was die Software im Hintergrund alles tut. Eine SEO Software wie XOVI crawlt im Hintergrund Suchergebnisse, Domains und viele weitere Dinge, die ich nur im Ansatz verstehe.

Ich habe keine Programmierkenntnisse. Deswegen weiß ich nicht, was diese Softwares alles für mich tun. XOVI sagt mir Bescheid: 

Zeige, dass Du auch was machst.

Diese Email kommt jede Woche. Das sieht vielleicht kaum nach Marketing aus, sorgt aber für 2 Dinge: 

  1. Erinnert Leute daran, dass die Software im Hintergrund ständig für einen arbeitet.
  2. Sorgt für Neugier und bringt mehr Logins in die Software.

Ich würde allerdings noch einen Link ins Dashboard hinzufügen. Sonst muss der Nutzer die URL selbst in den Browser eintippen. 

Oft ist aber besonders interessant, was Du nicht siehst. Ein technisch fortgeschrittenes Unternehmen wie XOVI könnte problemlos die wichtigsten Daten in dieser Marketing-Mail anzeigen. Das tun sie allerdings nicht. Sonst loggt sich ja keiner mehr ein 😉

Sieht vielleicht erstmal klein aus, sorgt aber vermutlich für weniger Kündigungen.

Praxistipp

Wenn Du Dienstleistungen oder Software verkaufst, zeige Deinem Kunden, was Du im Hintergrund alles für ihn machst. So wirst Du als wertvoller wahrgenommen.

Email Marketing Tipp 4: Nix da mit Luft und Liebe

Unternehmer werben gerne mit Vorteilen. Wie toll die Welt mit ihrem Produkt aussieht, wie glücklich der Kunde ist, etc.

Aber negative Konsequenzen sprechen sie nicht gerne an. Sie verschweigen, wie sich der Kunde ohne ihr Produkt fühlt. Sie geben nicht gerne den Ton an. 

Dieses „antiautoritäre Marketing“ hilft vielleicht Großkonzernen, die in aller Munde sind. 

Aber Menschen möchten lieber nicht verlieren als gewinnen. Lieber Probleme lösen als Vorteile bekommen. Das nennt sich Loss Aversion und wurde in der letzten Email-Analyse behandelt. 

Sprich deswegen in Deinen Marketing Emails auch negative Konsequenzen an. XOVI macht’s vor: 

Nicht gemein, aber bestimmt.

„In diesem Zuge werden alle in deinem Account hinterlegten Daten unwiderruflich gelöscht“

Das sind zwar keine netten Worte, aber deutliche Worte. XOVI ist nicht gemein, sondern verdeutlicht die Konsequenzen des Nichtstuns. 

Nach der Schließung: Der Vorteil desinteressierter Nutzer

Auch nach der Testphase kommt eine gute Email: 

Das sieht erstmal simpel aus, ist aber mächtig. Wie eben erwähnt verlieren Menschen ungern Dinge, die sie schon haben. 

Denke mal drüber nach: Wie viele Deiner Kleidungsstücke würdest Du nicht nochmal kaufen, wenn Du sie noch nicht hättest? Einige wahrscheinlich. Trotzdem schmeißt Du sie nicht weg. Warum? Loss Aversion.

Du hast uns verloren…

XOVI fängt in der Email gleich mit einer negativen Konsequenz an—und zwar in der Vergangenheit. 

Manche Nutzer handeln erst, wenn sie keinen Zugang mehr haben.

Das Gehirn des Lesers schlägt sofort Alarm—und XOVI gewinnt das Interesse. So liest man auch den Rest der Email.

Du hast 3 Optionen…

XOVI bietet dem Nicht-Abonnenten jetzt 3 Möglichkeiten: 

  1. Feedback. Viele Interessenten werden nicht kaufen. Ob Du nun Email Marketing für SaaS Unternehmen, Kaffeeröstereien oder Schraubenfachhändler machst. Und wenn Du schon keinen Umsatz aus ihnen gewinnst, kannst Du immerhin Feedback bekommen. Viele Unternehmer fragen nur zahlende Kunden nach Feedback. Aber für mehr Umsatz solltest Du auch wissen, warum Leute nicht kaufen.
  2. Kaufen und Daten retten. Den geschlossenen Account wiederbeleben, das besänftigt die Alarmglocken im Gehirn. Hier kann man sich dann doch XOVI Zugang kaufen. Leute vergessen solche Deadlines. Mache Deadlines in Deinen Marketing-Mails deutlich und biete kurz vor oder nach der Deadline den Kauf an.
  3. XOVI bietet nochmal Support an. Gerade an einem solchen Punkt ist die Frage „kaufst Du oder kaufst Du nicht?“. Wer noch Fragen hat, kann diese hier stellen.

Praxistipp

Mache Deinem Kunden die negativen Konsequenzen seines (Nicht-)Handelns deutlich. Sei dabei nicht gemein, aber bestimmt. 

Email Marketing Tipp 5: Schreibe öfter!

Wer bist Du lieber?

Viele Email Newsletter nutzen als Argument „Wir schreiben nur alle paar Monate“ und Ähnliches. Meiner Meinung nach ist das gut gemeint, aber falsch. 

Denn: 

Wenn weniger Emails ein Argument für die Anmeldung ist, dann geht der Absender ja davon aus, dass seine Emails den Kunden nerven. 

Dann lieber gar kein Email Marketing. Aber wenn Du Emails schreibst, die dem Kunden nutzen? Dann solltest Du sie öfter senden. 

Täglicher Newsletter? Ja, im Ernst.

XOVI versendet seine Emails anfangs täglich (ich übrigens auch).

Natürlich könnte man das Argument bringen, dass Leute dann vom Unternehmen genervt sind und nicht buchen. Und sicherlich passiert das bei ein paar Leuten auch. 

Aber je weniger Zeit zwischen Interaktionen vergeht, desto höher das Interesse. 

Hast Du schon mal ein Angebot versendet und nach 2 Wochen ein „Lass uns sofort loslegen!“Bekommen? Wahrscheinlich nicht.

Das gilt auch im SaaS Email Marketing. Leute müssen sofort loslegen. XOVI könnte die hilfreichen Anleitungen auch alle 3 Tage versenden. Sollten sie aber nicht. Denn mit dem zeitlichen Abstand gerät die Software ins Vergessen. 

Dadurch muss der Nutzer sich beim nächsten Login erst wieder zurechtfinden. Und wenn’s dann zu verwirrend ist, ist das Software-Unternehmen wieder einen Nutzer los.

Deswegen empfehle ich tägliche Kommunikation gerade am Anfang. Ja, es werden sich einige Leute wieder austragen. Aber diese Leute sind oft die, die sowieso nie von Dir kaufen werden. 

Stelle Dir das mal vor wie eine Freundschaft. Eine gute Freundschaft (wie jede andere menschliche Beziehung) beginnt immer mit regelmäßigem, meist täglichem Kontakt.

Natürlich kann die Frequenz danach abflachen (bei altem Schulfreunden zum Beispiel). Doch die Beziehung würde dann nicht bestehen bleiben, hätte es nicht anfangs den täglichen Kontakt gegeben. 

Wenn Du also nur hochinteressierte Kontakte auf Deiner Liste haben möchtest: Schreibe öfter. 

Gerade am Anfang der Kundenbeziehung. 

Praxistipp

Häufiger Kontakt stärkt eine Beziehung, gerade am Anfang. Schreibe Deinen Interessenten am Anfang täglich wertvolle Emails.

Zusammenfassung

Tipp 1: Nutze die „2 Stimmen Strategie“ und kombiniere konventionelle Newsletter mit persönlichen Marketing Mails.

Tipp 2: Erstelle ein gutes Onboarding für Dein Angebot. Damit machst Du mehr Anmeldungen zu Kunden und mehr Kunden zu Nutzern. Sonst verlierst Du die Leute wieder.

Tipp 3: Mache deutlich, was Dein Kunde alles von Dir bekommt.

Tipp 4: Zeige Deinem Kunden auch negative Konsequenzen auf. Menschen möchten lieber Probleme lösen als Vorteile gewinnen (Verlustaversion).

Tipp 5: Schreibe Deiner Liste öfter.

Schaue hier bei XOVI* vorbei. Vielleicht bekommst Du ja für Deine Anmeldung die gleichen Emails. Auf jeden Fall bekommst Du ein gutes SEO-Tool. Mir hat das Tool* gut gefallen.

Hat Dir der Artikel gefallen? Leite ihn an Deine Freunde/Geschäftspartner weiter! Du hasst diesen Artikel? Leite ihn an Deine Feinde weiter. 

Jetzt kannst Du 3 Dinge tun:

  1. Schreibe Deine Frage/Feedback/Erfahrungen in die Kommentare. Bin auch für hitzige Diskussionen offen 🙂
  2. Melde Dich für meine exklusiven Email Marketing Tipps an (und sahne mein Email Marketing eBook dazu ab). Das Formular findest Du ganz oben auf dieser Seite.
  3. Schaue, ob Du mit mir arbeiten möchtest. Klicke dafür hier.

*Affiliate Links. Wenn Du klickst und irgendwann kaufst, werde ich vergütet.

[BONUS] Interview mit XOVI CMO Thomas Synordazki

Nach der Veröffentlichung dieses Artikels hat mir „der Mann hinter den Emails“ Thomas Synoradzki ein paar Fragen beantwortet. Darin geht er noch mehr ins Detail, da er die Hintergründe seiner Strategie kennt. Ich finde seine Perspektive hochinteressant. Hier meine Fragen und seine Antworten:

Finn (F): Ihr schreibt gerade am Anfang täglich E-Mails. Gerade Softwareunternehmen versenden oft nach den Anmeldedaten keine E-Mails mehr. Wieso habt ihr euch für so viele E-Mails entschieden? 

Thomas (T): Wenn man sich für einen Testaccount entscheidet, dann möchte man natürlich in der zur Verfügung stehenden Zeit herausfinden, was das Tool alles kann und ob es für die tägliche Arbeit die beste Lösung ist. 

Wir haben gemerkt, dass User sich mit ganz unterschiedlichen Anforderungen und Gegebenheiten in die Testphase stürzen und sich erst einmal wild durch die Funktionen suchen. XOVI ist ein sehr umfangreiches Tool, das gerade für nicht-professionelle SEOs schnell überfordernd wirken kann. Und viele unserer Kunden sind eben nicht hauptberuflich SEO, sondern arbeiten in den unterschiedlichsten Branchen, müssen sich aber mit der Suchmaschinenoptimierung beschäftigen.

Dessen sind wir uns bewusst. Darum setzen wir auch kein professionelles SEO-Wissen voraus und führen unsere Tester mit so vielen E-Mails ins Tool ein. Wir wollen den User nicht alleine lassen, sondern ihm Schritt für Schritt das Tool zeigen – jeden Tag ein bisschen mehr. 

Wir geben also erst einmal eine Übersicht und gehen dann von Tag zu Tag in weitere Details der XOVI Suite  ein. So stellen wir auch sicher, dass die vielen Möglichkeiten, die das SEO Tool liefert, auch gesehen werden.

Wir haben viel getestet und ich bin mit den aktuellen Zahlen sehr zufrieden.

F: Euer Email Marketing kommuniziert hauptsächlich per Text, während viele E-Mails fast nur aus Bildern bestehen. Wieso?

T: Eine E-Mail hat heutzutage einen ganz eigenen Stellenwert. Je nach Einsatzgebiet muss man prüfen, ob die E-Mail eher text- oder bildlastig aufgesetzt wird. Wir bieten mit kurzen Texten einen schnellen und vor allem verständlichen Einstieg in das jeweilige Thema und versuchen erst nach der E-Mail, tiefer in die Details einzusteigen. Niemand möchte überladene E-Mails.

F: In euren E-Mails sind wenig „Tricks“, die sich auf vielen Blogs finden. Ihr nutzt zum Beispiel keine Timer, Emojis, Superlative usw. Ist das eine bewusste Entscheidung?

T: Auf jeden Fall. Bei XOVI setzen wir auf eine langfristige Zusammenarbeit auf Augenhöhe. Ein SEO Tool ist kein kurzfristiger Impulskauf oder ähnliches, deswegen findet man bei uns in den E-Mails keine Timer, Emojis, Superlative usw. Stattdessen setzen wir auf Informationen und praktische Anwendungsbeispiele, die dem User den Umgang mit dem Tool und seine Vorzüge für seine tägliche SEO Arbeit liefern. Klare Informationen mit Mehrwert – das ist der Schlüssel.

F: Wie messt ihr den Erfolg eures E-Mail Marketings?

T: Das ist wahrscheinlich der wichtigste Punkt. Wie auch bei der SEO Arbeit sollten Daten die Entscheidungen beeinflussen. Wir haben umfangreiche Tests durchgeführt, die Ergebnisse analysiert und die Erkenntnisse in unser E-Mail Marketing einfließen lassen. Deswegen haben sich unsere Mails zu dem entwickelt, was sie heute sind.

Bilder, Animationen, Button-Position und vor allem auch den weiteren Weg auf der Website – diese ganzen Informationen haben uns geholfen, die Bedürfnisse der Tester besser zu verstehen und die User Experience deutlich zu verbessern. Das hat sogar zu messbaren Effekten auf unseren Support Kanälen geführt.

F: Was ist der größte Nutzen, den ihr aus euren E-Mails zieht? 

Unsere E-Mails sind dafür da, den User an die Hand zu nehmen und ihn mit dem Tool und seinen Möglichkeiten vertraut zu machen. Der Vorteil dabei ist, dass ein interessierter User in einem angenehmen Lerntempo ins Tool eingeführt wird: jeden Tag gibt es etwas Neues zu entdecken, ohne dass zu viele Informationen auf einmal kommen oder die Erkenntnisse des letzten Tool-Besuchs schon wieder vergessen sind, weil er zu lange her ist. 

Wenn die täglichen E-Mails unseren Kunden und Testern das Tool zuverlässig zeigen können und die häufigsten Fragen direkt beantworten, hilft das den Usern und entlastet natürlich auch unseren Support. 

Interessante Perspektive, oder?

Mein Fazit zum Interview:

Thomas‘ Perspektive finde ich extrem wertvoll. Denn er legt den Fokus auf die Kundenbeziehung—nicht auf das, was der Kunde verkaufen möchte.

Viele Unternehmen/-r haben Angst, ihren Interessenten täglich Emails zu schicken. Dabei beachten sie nur die Frequenz. Den Inhalt der Emails ignorieren sie. Denn wenn die Emails hilfreich sind, dann bekommen Kunden sie gerne.

Außerdem interessant ist Thomas letzter Nebensatz: „Wenn die täglichen E-Mails unseren Kunden und Testern das Tool zuverlässig zeigen können und die häufigsten Fragen direkt beantworten, hilft das den Usern und entlastet natürlich auch unseren Support.“

Natürlich möchtest Du mit Email Marketing mehr Kunden, Umsatz, Gewinn usw. Aber eine gute Email Marketing Strategie spart auch Zeit, wenn Deine Emails Fragen beantworten, die Du/Dein Team sonst manuell beantwortet hätten.

Dadurch hast Du mehr Zeit für Dinge, die Dein Unternehmen weiterbringen. Oder mehr Zeit für Mojitos. Oder, wenn Du wie ich bist, eben Science Fiction Bücher.

Freue mich über weitere Empfehlungen unter finn@effektiveemails.de.
EffektiveEmails-1200x800-layout1860-email-marketing-beispiele-newsletter-marketing-beispiele-gute-newsletter-email-liste-aufbauen-1f9mhvv

Mit „Anti-Marketing“ zu effektiveren Newslettern?

Update: Walter hat mir ein kurzes Interview gegeben und 3 Fragen zum Thema Email Marketing beantwortet. Scrolle dafür einfach ans Ende dieses Artikels.

Du willst jede Woche die Email-Analyse ins Postfach? Melde Dich hier zum Newsletter an!

Walter Epp (der Schreibsuchti) hat einen der besten Newsletter im deutschsprachigen Raum—und einen der wenigen Kurse zu Story-getriebenem Email-Marketing (Affiliate Link).

Hat er die meisten Abonnenten? Nein.
Die hübschesten Newsletter-Designs?
Nö. Den coolsten High-Tech „Funnel“? Auch nicht. 

Simples Design, viele negative Themen. Und gerade deswegen effektiv.

Trotzdem schafft er mit seinem Newsletter das, wovon viele träumen: Umsatz bei (fast) jeder gesendeten Mail.

Weil er gnadenlos alle rausfiltert, die nicht gerne von ihm hören und kaufen. Und weil er under anderem 3 besonders effektive Strategien nutzt, die ich heute für Dich als Email-Marketing Tipps verpackt habe. 

Ich nenne das Ganze „Anti-Marketing“. Weil’s genau das Gegenteil des Durchschnitts ist.

Wie Walter das schafft, erfährst Du in den Email-Marketing Tipps dieser Email-Analyse.

Problem damit?

Wenn Du Walters Newsletter abonnierst (absolute Empfehlung), wirst Du schnell feststellen: Er ist kein Guru mit angeklebtem Lächeln, der von seiner AirBnB Villa „online über Nacht reich werden“ Quatsch verkauft.

 

In diesen Emails geht’s nicht um Friede, Freude, Eierkuchen

Walter sagt viel Negatives, spricht Probleme an und erzählt in seinen Newslettern wenig von den Vorteilen seiner Produkte.

Ziemlicher Kontrast zu den Emails, die ständig nur von ihren Produkten labern und wie toll alles ist.

Über 50% der Email mit Problemen zu verbringen ist ungewohnt, funktioniert aber.

Warum?

Wenn Du nur über Vorteile sprichst, verpasst Du viel Umsatzpotenzial. Ob Email-Marketing, Social Media oder irgendwas anderes, Dein Marketing muss Probleme behandeln.

Das liegt an einem Konzept namens „Awareness Levels“. Erfunden wurde es von Eugene Schwartz, einem der besten Werbetexter aller Zeiten.

Hier ein Beispiel.

Das funktioniert bei jedem Kaufprozess so. Auch beim McDonald’s auf der Autobahn. Erst hast Du keinen Hunger (unaware), dann knurrt Dir der Magen (Problem Aware), dann hoffst Du auf ein Restaurant (Solution Aware), dann siehst Du das gelbe M (Product Aware) und am Ende bestellst Du ein Big Tasty Bacon McMenü (Most aware).

Man sagt, dass nur etwa 2% der Leute in einer Liste zum Kauf bereit sind, also Most Aware sind. Wenn Du Probleme ansprichst und danach erst Deine Lösung verkaufst, bringst Du Leute von Problem Aware bis hin zu Most Aware. Das funktioniert. Walter macht’s vor:

Die „Problem Aware“ Phase ist im Email-Marketing unabdingbar. Erstens übersieht Deine Konkurrenz sie meistens, zweitens bestimmen 2 menschliche Gewohnheiten unsere Kaufprozesse:

1. Menschen kaufen, um Probleme zu lösen.

Daniel Kahneman und Amos Tversky definierten 1979 die „Verlustaversion“.

Ein Beispiel: Wenn Du eine Flasche Wein im Wert von 200€ auf Deine Küchenfliesen fallen lässt, ärgerst Du Dich tagelang darüber. Wenn Du aber die gleiche Flasche Wein bei einer Verlosung gewinnst, freust Du Dich da höchstens ein paar Stunden drüber.

Menschen wollen lieber nicht verlieren als gewinnen.

Heißt für Dein Email-Marketing:

Wenn Du Probleme nicht deutlich machst, bist Du davon abhängig, ob Leser zufällig an das Problem denken, das Du löst. Wenn Du ein Problem in Deinen Newslettern ansprichst, rückst Du es in den Vordergrund, sodass Deine Kunden es lösen wollen. Die Lösung: Von Dir kaufen (oder zumindest Deinen Link klicken).

Außerdem:

Wenn Du Yippie-Hurra-Toll Marketing machst, kommen Deine Marketing Mails schnell als Spam rüber. Denn wenn Dein Leser nicht zufällig ein akutes Problem hat und Deine spezifische Lösung will, fragt er sich:

„Ist ja nett, aber wieso erzählst Du mir das?“

Aber das ist nicht der einzige Grund für Negativität in Deinen Marketing-Mails:

2. Wir Menschen sehen alles im Vergleich

Sind 100€ viel Geld? Die Frage kannst Du ohne weitere Informationen nicht beantworten. Für einen Besuch bei McDonalds sind 100€ viel Geld. Für ein Auto? Ein lächerlicher Betrag.

Genauso bei Vor- und Nachteilen im Email-Marketing.

Brauche ich teures Bio-Hundefutter?

Wir Menschen brauchen ein klares Vorher-Nachher, um ein Produkt beurteilen zu können. Deswegen müssen Deine Emails die momentane Realität des Kunden mit dem vergleichen, was sein könnte.

Dabei wissen wir nie, vor welchen Gefahren uns diese Leute beschützt haben.

Wenn ich nicht weiß, dass konventionelles Hundefutter die Nieren meines Hunds zerstört (nur ausgedacht fürs Beispiel), dann habe ich keinen Anreiz, eine Alternative zu suchen.

Und wenn ich nicht weiß, ob das Bio-Futter gesünder ist, dann kaufe ich das teurere Hundefutter nie

Aber jeder Kaufprozess fängt mit einem Problem an. 

Natürlich wird’s auch Leute geben, die das mit den Nieren herausfinden und dann aufs Bio-Futter kommen. Aber wenn Du Kontrolle in Deinem Marketing haben möchtest, solltest du Deinen Newsletter-Abonnenten diese Infos selbst geben.

Fazit: Scheue nicht vor Problemen zurück

Probleme, Schattenseiten der Alternativen und Warnungen gehören in Dein Marketing. Sonst haben andere die Kontrolle darüber, ob Dein Email-Marketing effektiv ist.

Sprich das nicht auf gemeine Weise an. Sei der Lehrer, der sie in den Arm nimmt und Tipps gibt, die sie vielleicht nicht hören wollen, aber hören müssen. 

Wie man so schön sagt: Du musst erst erkennen, dass Du überhaupt ein Problem hast, bevor Du es lösen kannst. Das gilt für Deinen Kunden auch. Und genau an dieser Stelle kommen Deine Emails ins Spiel.

2. Geschichten, Geschichten, Geschichten

Du hörst das ständig von mir: Erzähle Geschichten. Walter ist einer der besten story-Email Texter in Deutschland. 

Viele Unternehmer hören „Storytelling funktioniert im Marketing“ und beten 763 Worte lang ihre eigene Geschichte vom Konzernarbeiter zum Unternehmer herunter. 

Simple Story = Gute Story.

Den Kunden interessiert Deine Story nicht. 

Die Meisten wissen nicht, was eine Geschichte interessant macht. Sie hören nur „Storytelling gut“ und schreiben ihre Memoiren in eine Mail.

Aber eine chronologische Abfolge von Ereignissen ist langweilig. Was macht Walter anders?

  1. Seine Geschichten sind kurz und knapp. Er verheddert sich nicht in Details und unnützen Fakten.

2. Er schreibt visuell. Was er schreibt, kann ich vor mir sehen. Das ist unglaublich wichtig, da für Menschen das Sehen der wichtigste Sinn ist.

Keine abstrakte Fachbuch-Sprache.

3. Jede seiner Stories trifft eine relevante Aussage, von der er in sein Produkt überleiten kann. Damit umgeht er einen riesigen Fehler. Viele Unternehmen senden Marketing-Mails á la „Es ist Zeit, Ihnen unsere Story zu erzählen.“ Ja gut, aber wieso?

Jeder kann am Esstisch eine Geschichte erzählen. Nicht jeder kann tausenden Leuten in seiner Email-Liste eine unterhaltsame, überzeugende Geschichte erzählen. Im Email-Marketing ist Storytelling unglaublich wichtig. 

Aber Geschichten sind ein Werkzeug, das man lernt. Ähnlich wie ein Akkuschrauber.

Erst muss man mit einem Akkuschrauber umgehen lernen. Dann muss man ihn an der richtigen Stelle einsetzen. 

Leider nutzen viele Unternehmer Geschichten, ohne ihre Struktur zu lernen und ohne zu wissen, wo sie wie funktionieren. Das ist dann wie mit dem Griff des drehenden Akkuschraubers nen Nagel in die Wand zu hauen. 

Hier meine wichtigste Erkenntnis zu Geschichten:

Eine Geschichte hilft dem Kunden, sich auf das Verhalten/die Glaubenssätze des Hauptcharakters einzulassen.

Wenn ich Dir also meinen Werdegang als Texter runterbete („meine Story“), bringt mir das Marketingtechnisch nichts.

Storytelling =I= Storytelling

Wenn ich Dir aber in meinen Inhalten erzähle, wie ich von jemandem gelernt habe, macht Dich das offener, von mir zu lernen. Und damit steigen die Chancen, dass Du Dich für die Email-Liste anmeldest. Und dann steigen die Chancen, dass Du Kunde wirst.

(Rate mal, warum ich jede Woche so eine Email-Analyse schreibe…)

Genau das macht auch der Schreibsuchti:

Seine Kunden wollen auch ihre Herzensprojekte erfolgreich machen. So bereitet er genau die Aktion vor. Und natürlich gibt’s am Ende das Angebot, womit man das tun kann.

Genau das müssen Deine Geschichten auch tun: Sie müssen Deine Kunden auf das Verhalten und die Glaubenssätze vorbereiten, die Du ihnen mitgibst.

Fazit: Nutze Geschichten klug

Storytelling ist großartig und funktioniert. Walter Epp nutzt sie großartig. Er schreibt visuell, nutzt relevante Stories und hält seine Geschichten kurz und knapp. 

Lerne mehr über Geschichten und lerne, wo Du sie einsetzen kannst. Content-Empfehlung: Ich habe zum Thema Storytelling im Email-Marketing hier einen ganzen Artikel inkl. 4 Schritte Formel geschrieben.

3. WIR WOLLEN JA WAS VERKAUFEN ODER NICHT?!

„Content ist King“. Ja, für SEO Traffic vielleicht. Wenn Du aber mit Email-Marketing Umsatz machen willst, musst Du was verkaufen.

Das macht Walter konsequent in jeder Email. 

Das stört sicherlich die „Mehrwert-Mafia“, wie ich sie nenne. Die Mehrwert-Mafia sind all die Marketing-„Experten“, die im (Email)-Marketing Angst vor CTAs haben. 

Sie haben das Gefühl, dass sie sich das Recht auf einen Kaufknopf vom Kunden mit einer Flut an Blogartikeln, YouTube Videos und anderem Gratis-Content kaufen können. 

Sie packen dann keine Links in ihre Marketing-Emails, weil sie „nicht zu verkäuferisch sein wollen.“

Von Walter habe ich noch keine Email ohne Link bekommen. Es gab immer Links zu Podcast, Artikel oder Produkt.

Ob Video, Artikel oder Verkaufsseite, der Link kommt so sicher wie das Morgengrauen.

Bei mir genau das gleiche.

Das Ergebnis: Sie verwehren kaufbereiten Kunden ein hilfreiches Produkt und verwehren sich selbst Umsatz. 

Aber Hauptsache Mehrwert.

Verstehe mich nicht falsch. Ich hasse nichts mehr als die Standard Marketing-Mails, die quasi ein Online-Katalog sind. Bilder, Preise und Rabatte, das wars. Schrecklich. Kein Auge für den Kunden gehabt, nichts. 

Und Content Marketing hat seine Rolle. Sonst würde ich nicht bloggen. Wenn jemand eine geile Erfahrung mit Deinem Content hat, sieht er Dich positiver. Das ist auch klar. Mehrwert ist ein wichtiges Thema im Marketing. 

Aber Hoffnung ist keine Strategie. Wenn Du ohne CTAs und messbare KPIs Content ins Internet furzt, dann passieren nicht auf einmal Verkäufe, weil Du Dir Mühe gegeben hast.

Das ist auch im Email-Marketing so. Ohne Link bist Du davon abhängig, dass Leute sich denken „boah die Email war so gut, da geh ich jetzt in den Shop und kaufe.“ 

Passiert wohl eher nicht.

Hätte McDonalds kein Schild an der Autobahn, würden die hungrigen Gäste die goldenen Bögen nur im Rückspiegel sehen. Das Schild leitet sie ins Restaurant. Der Link zu Deinem Shop/Verkaufsseite ist Dein Schild. Und ohne verirrt sich kaum einer auf Deine Kaufseite. 

Biete konsequent Deine Produkte in Deinen Emails an. Das bringt nicht nur mehr Umsatz, sondern auch eine bessere Email-Liste: 

Hinweis: Bevor wir dazu kommen, wieso mehr Links/Knöpfe die Beziehung mit Deiner Liste verbessern, noch eine „Warnung“. Es gibt gute Gründe, mal nichts zu verkaufen. Aber Angst ist kein guter Grund dafür. Wie sagte Zig Ziglar? „Ängstliche Verkäufer haben dünne Kinder.“

Wieso gute Abonnenten wollen, dass Du ihnen was verkaufst

Der Traum im Email-Marketing ist Umsatz mit jeder Mail (zumindest für die meisten, gibt natürlich Ausnahmen). 

Wenn Du Deinen Lesern jetzt wochenlang Emails mit „Mehrwert“ schickst und dann auf einmal was anbietest, was passiert dann? 

Genau das, was Metallica nach ihrem ersten Musikvideo passiert ist: Ihre Fans haben sie dafür gehasst. Obwohl ein Video UND Musik doch mehr „Mehrwert“ ist? Eben nicht, wenn man sich jahrelang als das Gegenteil aller Konventionen darstellt. 

Wenn Du nichts verkaufen willst, verkaufe nichts.

Wenn Du hingegen konsequent eine gute Balance zwischen Inhalt und Pitch findest? 

Dann filterst Du die Leute auf Deiner Liste heraus, die nur kostenlos wollen. Freebie-Jäger. Mit genug Pitches verjagst Du die. Am Ende bist Du Unternehmer und musst was verkaufen. 

Wer auch mit den Pitches auf Deiner Liste bleibt, kauft wahrscheinlich irgendwann. 

Zu guter letzt ein großer Vorteil von Links zur Verkaufsseite in (fast) jeder Email: 

Der psychologische „Mere Exposure Effect“ besagt, dass wir Dinge lieber mögen, je öfter wir sie erfahren. Evolutionär gesehen macht das auch Sinn: 

Was wir regelmäßig unbeschadet sehen, ist scheinbar ungefährlich. Unser Hirn verbindet damit keine Gefahr und nimmt das Ganze als Zeichen von Sicherheit wahr. 

Wenn sich Deine Newsletter Abonnenten also erstmal dran gewöhnen, mögen sie Deine Pitches sogar. 

Es lebe die Wissenschaft. 

Fazit: Verkaufe!

Der Schreibsuchti verkauft in jeder Email, die ich je von ihm bekommen habe. Einen Link zum Produkt, zu einer Warteliste oder zumindest einem Artikel/Podcast gibt’s IMMER.

Er weiß immer genau, was sein Leser tun soll. Und darum geht’s.

Das klingt vielleicht komisch, ist aber eine deutlich bessere Strategie als auf Verkäufe hoffen.

Zusammenfassung

Damit sind wir am Ende dieser Email-Analyse. Wie Du an Walters Beispiel gesehen hast, kannst Du auch einfach das Gegenteil aller anderen machen—und gerade deswegen Erfolg haben. 

Die 3 wichtigsten Email Marketing Tipps dieser Analyse nochmal zusammengefasst: 

  1. Sprich das Negative an. Mache Probleme deutlich. Sonst bist Du davon abhängig, was Deine Kunden gerade denken.
  2. Erzähle simple, visuelle und relevante Geschichten.
  3. Verkaufe, wenn Du was verkaufen willst.

So, danke für Deine Aufmerksamkeit! Für mehr solcher Artikel kannst Du Dich einfach durch den Blog klicken—oder Dich zum Newsletter anmelden (und auch die Montagsmail bekommen). Dann bekommst Du jede Woche einen Artikel von diesem Kaliber, exklusive Newsletter-Inhalte und zweimal die Woche ein warmes Gefühl bei der Mail von mir 🙂

Seine Geheimnisse teilt Walter im Detail auch in seinem „Email-Money-System“ (Affiliate Link).

Bock drauf? Klicke hier und trage Dich oben ein.


Interview mit Walter Epp (Schreibsuchti)

Nach der Veröffentlichung habe ich Walter gefragt, ob er für Dich noch 3 Fragen beantworten kann. Das hat er getan. Falls Du das hier liest, Walter: Danke!

Vor allem fand ich interessant, wie er es schafft, den Leser „süchtig“ zu machen (das nenne ich in meinem 7 Tage Kurs den „Netflix-Effekt“).

Hier meine 3 Fragen und die Antworten des Schreibsuchtis:

Frage: Was siehst Du als häufigsten Fehler im Email-Marketing? (Gerade im Bezug auf Blogger/Selbstständige/Solopreneure)

Antwort: Sie sind unpersönlich, langweilig und stocksteif.
99 Prozent aller E-Mails, die der normale Mensch bekommt, sind voller Aufgaben, langweiliger Infos oder Richtlinien der Rechtsabteilung.
Wenn du dann noch mit deinem „Mehrwert“ kommst, dann reihst du dich da ein.
Wenn du aber dem Leser ein Lächeln ins Gesicht zaubern kannst, dann bist du der Lichtblick in seinem E-Mail-Postfach.
Dann wird er deine Mails so gerne öffnen, wie er seine Lieblingsserie guckt.

2. Wieso kannst Du so viele Emails produzieren, während Marketing-Abteilungen im Monat nur einen Newsletter schaffen?

Antwort: Weil ich ein Content Terminator bin 🙂
Die Frage ist also: Woher nehme ich meine Munition?
Von Überall. Alles, was amüsant, interessant oder witzig ist, das wird gespeichert. Mit dieser Sammlung an Material kann ich täglich Content produzieren, ohne langweilig zu werden.
Also: Sammeln, speichern, recyceln.

Wieso verkaufst Du in jeder Email, anstatt „Mehrwert“ zu liefern und auf Käufe zu hoffen?

Antwort: Weil ich gerne meine Rechnungen bezahle.
Weil ich keine Leihbibliothek bin.
Weil mein Wissen wertvoll ist.
Und jetzt kommt aber der Vorteil für den Leser und Kunden: Wenn ich dir eine Mitgliedschaft im Fitness-Studio schenken würde, würdest du hingehen?
Wahrscheinlich nicht. Weil der große Anreiz „Geld“ fehlt.
Das heißt für Content: Wenn du Content verschenkst, dann nehmen sich die Menschen selten die Zeit, ihn zu konsumieren.
Es gilt hier das Prinzip: Zahlende Ohren hören besser.
Deshalb tue ich meinen Lesern auch einen Gefallen, indem ich ihnen meinen Content verkaufe und eben nicht verschenke.
So setzen sie das Wissen auch um.
LG, Walter


Extrem interessante Perspektive. Du siehst also: Du brauchst keine endlosen Gratis-Inhalte und keine tollen Newsletter-Designs, um im Email Marketing Erfolg zu haben.

-Finn Lobsien

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Keine Ergebnisse mit Deinem Newsletter? 3 Beispiele guter Newsletter.

Die Marketing-E-Mails an Deine Liste gehen regelmäßig raus – doch zurück kommt wenig. Deine Mails werden nicht geöffnet, nicht geklickt — und kaufen tut auch keiner. 

Inzwischen willst Du gar keine E-Mails mehr schreiben. Deine Hände schwitzen, bevor Du auf „Senden“ klickst. Was, wenn Du mit Deinen E-Mails abschreckst?

Die Theorie: 

E-Mail-Marketing verwandelt Deine Interessenten in begeisterte Leser und diese wiederum in zahlende Kunden.

Voraussetzung dafür: Deine Emails müssen überzeugen. Wenn Du kein Marketing-Genie bist, aber mit Email-Marketing Kunden gewinnen willst, musst Du Dir ein Beispiel an guten Newslettern nehmen.

Dafür bekommst Du heute drei Beispiele für gute Newsletter und gebe Dir jeweils einen Praxistipp, den Du sofort in Deinen Newslettern umsetzen kannst.

Newsletter Beispiel 1: Was erlebt Dein Kunde?

Der blaue Teppich, die Lieblingsblumen, die Bühne…

Na, willst Du nicht auch auf das Video klicken?

Anstatt aufzuzählen, was der Kunde bekommt, geht GEDANKENTanken auf das Erlebnis ihrer Kunden ein. Das ist spannender und überzeugt mehr als: „Du bekommst VIP-Behandlung“. 

Male Deinem Kunden ein Bild der Erfahrungen, die auf ihn warten.

Newsletter Tipp: Wie Du das umsetzt

Langweilige Fakten langweilen Deine Leser. Damit werden Deine Mails zu langweiligem Spam. 

Frage Dich stattdessen: Was erlebt Dein Kunde Dank Dir/Deines Produkts? Was fühlt, schmeckt, sieht er?

Beispiel

Wenn Du Coach bist, könnte das so aussehen: 

Langweilige Fakten: 

„Werde glücklicher und sei mit Dir selbst zufrieden.“

Coach Schnarchnase

Interessante Erfahrung:

„Stehe jeden Morgen mit einem Lächeln vorm Spiegel.“

Coach Interessantstein

Newsletter Beispiel 2: Wer ist Deine Zielgruppe?

Dieser Newsletter ist besonders gut, weil er seine Zielgruppe glasklar definiert. 

Heldbergs: Einer der besten deutschen Newsletter.

Schon ab der Überschrift weiß der Leser, ob die E-Mails von Heldbergs für ihn sind oder nicht. Ist er Bestandskunde bei Heldbergs und Vater? Dann ist „Heldbergs Dad“ für ihn. Wenn nicht, kann der Empfänger den Newsletter abbestellen und hört darüber nichts mehr.

Newsletter Tipp: Wie Du das umsetzt

Sprich in Deinen Newslettern Deine Zielgruppe direkt an. Je genauer Du Deine Zielgruppe definierst und Inhalte Deiner Newsletter anpasst, desto eher verwandeln sie Leser in Kunden. 

Dafür musst Du Deine Wunschkunden gut kennen:

  • Was für Eigenschaften haben sie?
  • Was für Wünsche und Ängste haben sie?
  • Wie hilfst Du ihnen mit Deinem Produkt?

Beispiel

Ein Fitnesstrainer, der seine Kunden nicht kennt, würde etwas durchschnittliches schreiben: 

„Werde endlich wieder fit!“

Langweiliger Fitnesstrainer

Ein Fitnesstrainer, der die Probleme & Ziele seiner Kunden kennt, wäre spezifischer: 

„Du willst wieder mit Deinen Kids mithalten? So schaffst Du’s ohne olympischer Disziplin.“

Jemand, der seine Zielgruppe kennt

Newsletter Beispiel 3: Teilst Du Deine Story?

Auch wenn ich textlich in dieser Mail ein paar Dinge ändern würde, so macht sie doch vieles goldrichtig. Dustin von Sternglas erzählt in diesem Newsletter von Fehlern und gewinnt so das Vertrauen seiner Leser. Er verschweigt nicht, dass viele seiner ersten verkauften Uhren mit Mineralglas zerbrachen. Stattdessen berichtet er, wie er damit umging. 

Lass mich raten… Du willst wissen, wie’s weitergeht?

So transportiert er seine Werte, ohne den Leser mit langweiligen Mission-Statements zu nerven. Außerdem zeigt er, dass er nicht beim ersten Fehlschlag aufgibt. Das ist sympathisch und färbt auf die Wahrnehmung von Sternglas ab.

Was zu einem leblosen Sales-Pitch hätte werden können, wird so zu einer Storygetriebenen Marketing-Mail, die interessiert – und Umsatz bringt.

Hinweis: Die Story spricht für meinen Geschmack zu viel übers Unternehmen. Der Kunde kommt zu kurz. Eventuell fragt sich der Leser „wieso erzählst Du mir das?“. Das sind aber Mikro-Optimierungen einer großartigen Email.

Newsletter Tipp: Wie Du das umsetzt

Kehre Deine Fehler (und was Du daraus gelernt hast) nicht unter den Teppich. Nutze sie. Verschmelze sie zu einer Geschichte, die Dich und Dein Unternehmen darstellt. Ehrlichkeit schafft Vertrauen und nur wenn Deine Leser Dir vertrauen, kaufen sie.

Beispiel

Oft sind Unternehmens“Geschichten“ zu positiv. Hier mal ein schlechtes Beispiel einer fiktiven Unternehmensberatung:

„Seit unserer Gründung 2004 bieten wir unseren Kunden die bestmöglichen Lösungen. Über die Jahre haben wir uns stets weiterentwickelt und freuen uns, Ihnen auch in Zukunft zu helfen.“

Ein besseres Beispiel:

„Obwohl wir seit jeher hochmotiviert sind, ging es nach unserer Gründung 2004 viel auf und ab. Über die Jahre haben wir oft Ziele verfehlt, wichtige Mitarbeiter verloren und viel zu viel gearbeitet. Dadurch haben wir verlässliche Prozesse, Systeme und Lösungen gefunden, die wir jetzt mit unseren Kunden teilen.“

Deutlich interessanter, oder?

Zusammenfassung: Das zeichnet gute Newsletter aus

Schon aus diesen drei Beispielen für gute Newsletter wird klar: Unternehmer, die E-Mail-Marketing erfolgreich nutzen, kommunizieren auf unterschiedlichste Arten mit ihren Lesern.

Doch eins tun sie alle: Sie erzählen Geschichten

Sie beten keine auswendig gelernten Fakten und Vorteile ihres Produkts herunter. Sie liefern eine Story, die dem Kunden seine Vorteile automatisch bewusst macht. Zudem bauen sie so eine persönliche Bindung zum Leser auf, die Vertrauen schafft – und verkauft. Mit diesen drei Praxistipps setzt Du das auch für Dich und Dein Unternehmen um:

  1. Beschreibe die Erlebnisse Deines Kunden. Beziehe dafür zum Beispiel seine Sinneserfahrungen ein: Was fühlt, schmeckt, riecht, sieht oder hört er?
  2. Richte Deine Newsletter an eine klar definierte Zielgruppe. Wenn Du versuchst, alle anzusprechen, fühlt sich niemand so richtig angesprochen. Zumindest nicht genug, um Dein Produkt zu kaufen.
  3. Erzähle von Deinen Fehlern und wie Du sie behoben hast, um Dich und Dein Unternehmen vorzustellen. Das baut Vertrauen auf, was wiederum Grundlage für Deine Verkäufe ist. Menschen kaufen von anderen Menschen und nicht von fehlerfreien Maschinen.

Du wünscht Dir mehr Tipps, wie Du effektive Newsletter gestalten kannst? Trag Dich für meinen Newsletter ein. Formulare findest Du überall auf meiner Seite 😉

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Email-Analyse: Mehr Vertrauen im Email-Marketing

Mal ganz ehrlich: Die meisten Online-Marketing Heinis kotzen mich an. Die „Gurus“, die nichts vermarkten können außer „schnell reich werden“ Kurse.

Emails, die davon erzählen, wie man mit 1 zu 1 Vorlagen ein jährliches sechsstelliges Einkommen erzielt—und zwar in 3 Monaten. Is klar, Chef. 

Durch solche Leute vertrauen viele Unternehmer keinen Online-Marketern mehr. Die Opfer sind nicht die Gurus (die Kurse verkaufen sich ja), sondern die Unternehmer. Sie machen dann meistens gar kein Marketing mehr oder sind so langweilig, dass das Marketing keine Ergebnisse bringt. 

Für ernstzunehmende Dienstleister, Coaches und Kursanbieter ist das blöd. Aber kein unlösbares Problem, wie Du heute siehst.

Aber diese Email-Analyse ist nicht nur für Online-Marketing Unternehmer relevant. Auch andere Branchen haben ein Vertrauensdefizit durch ein paar schwarze Schafe: 

  • Anwälte
  • Immobilienmakler/-Investoren
  • Finanzberater
  • etc.

Das lässt sich mit klugem Email-Marketing beheben. Sandra Holze ist eine der wenigen Deutschen Marketing-Expertinnen, deren Emails ich gerne lese (Trage Dich unbedingt für ihren Newsletter ein).

Mein Vertrauen ist kein Zufall. Denn mit ihren Emails schafft sie das ganz bewusst. Du willst auch mehr Vertrauen in Deinen Marketing-Emails? So wird sie glaubwürdig, ohne ineffektiv zu werden:

1. Erzähle Deine echte Geschichte

Die meisten Unternehmer und Experten sprechen nur über Highlights. Ihre Welt scheint perfekt. 

Auf Instagram hüpfen sie von der Yacht in den Lambo, essen in Dubai Austern und zitieren zum Abschluss noch mal Tony Robbins für die Selfie-Kamera. 

Wenn Du und ich sowas sehen, klicken wir weg, weil wir dem nicht mehr glauben. Genauso ist es in anderen Branchen. Wer sich nicht klar von den Klischees angrenzt, wird in genau die Schublade gesteckt. 

Wie also per Newsletter glaubwürdig werden?

Das weiß auch Sandra Holze. Deswegen erzählt sie auch von ihren „Lowlights“. 

Auch bei den Experten läuft nicht alles rund. Die echten Experten machen das deutlich.

Das hat mehrere Vorteile: 

1. Vertrauen

Beziehungen vertiefen sich, wenn jemand offen über seine Schwächen spricht. Egal ob geschäftliche oder persönliche Beziehung.

Wenn Du offen und ehrlich über Fehlschläge (und Deine Lösung) redest, zeigst Du Charakter. Wer möchte mit jemandem zusammenarbeiten, der bei Problemen den Kopf in den Sand steckt?

2. Automatisch besseres Storytelling und mehr Aufmerksamkeit

Wenn Du mir folgst, dann möchtest Du Deine Geschichte besser erzählen. Und Geschichten ohne Probleme sind langweilig. Denn Probleme sind offen. Wenn uns der Anfang der Geschichte auch nur ein bisschen interessiert, wollen wir das Ende hören. 

Lass mich raten… Du bist neugierig, wie’s weiter geht?

Lies mal diesen Anfang einer von Sandras Emails. Wahrscheinlich fragst Du Dich: Wie geht’s weiter?

Die gleiche Frage hättest Du nicht, wenn’s das typische Guru-Gelaber wäre: 

„2018 habe ich sechsstellig mit Onlinekursen verdient. Heute zeige ich Dir, wie Du mit ein paar simplen Strategien das gleiche tust!“

-Jeder Guru

Ohne Problem hast Du keine Geschichte.

Niemand hätte Star Wars geguckt, wenn Luke Skywalker ziellos Planeten erkundet hätte. Wenn er aber die Galaxie durchquert, um das Imperium zu vernichten? Dann sind die Kinos voll. 

Genauso ist es in Deinen Newslettern. Wenn Du nur über Vorteile, Luft und Liebe sprichst, dann werden Deine sorgfältig geschriebenen Newsletter ungeöffnet gelöscht.

Wenn Deine Emails nur davon handeln, wie toll alles ist-wieso sollte Dir irgendwer zuhören? 

Wir kaufen, um Probleme zu lösen. Mache die Probleme deutlich.

3. Eliminiere Einwände

Ich spreche oft mit Interessenten, Kunden und Freunden über Email-Marketing. Wenn die Person noch kein Email-Marketing betreibt, kam früher oft diese Frage: 

Aber funktioniert Email-Marketing auch für [HOCHINDIVIDUELLE SITUATION, IN DER NOCH NIE JEMAND ANDERS GESTECKT HAT]?

Typischer skeptischer Interessent

Du kennst das wahrscheinlich. Ob Du nun ein Hotel führst („können auch Gäste mit Nussallergie bei Ihnen essen?“), Finanzberater bist („Kann man denn auch investieren, wenn man keine halbe Million hat?“) oder Hundefutterrezeptbücher verkaufst (können das auch Golden Retriever essen?).

Berechtigte Frage, wenn man eine Zusammenarbeit plant, in die man Geld investiert. Deshalb total verständlich, dass das kommt. 

Seit ich teile, was nicht funktioniert hat, höre ich diese Einwände viel seltener.

Exklusiver Einblick in meine Willkommenssequenz

Woran liegt das?

Dan & Chip Heath nennen das in „Made to Stick“ den Sinatra-Effekt. Sie zitieren:

If I can make it here, I’m gonna make it anywhere.

Frank Sinatra

Wenn Frank es in New York schafft, schafft er es überall. Und wenn Email-Marketing einem damals schlechten Texter hilft, kann es jedem helfen. Und so weiter. 

Was heißt das für Dein Email-Marketing?

Wenn Du auch davon erzählst, welche Probleme Du gelöst hast, dann beantwortest Du gewisse Fragen und Einwände im Vorhinein. Das steigert die Zahl Deiner Interessenten, entlastet Deinen Kundensupport und macht Verkaufsgespräche einfacher.

Aber Sandra macht nicht nur das gut. Sie gewinnt neben dem Vertrauen für sie als Person auch Vertrauen für ihre Produkte. Wie? Erfährst Du in Tipp 2!

2. Wie Schwächen zum größten Verkaufsargument werden

Als Verkaufstexter hört man am Anfang oft den schädlichen Tipp: 

„Mache das größte Versprechen für Dein Produkt, das Du vertreten kannst. Verkaufe so extrem wie möglich!“

Wenn Dir Deine Kunden egal sind, kannst Du das so machen. Aber nach ein paar Produkten einer Kategorie weiß man: Jedes Produkt hat seine Grenzen.

Sandra Holze zeigt im Newsletter auch die Grenzen ihrer Produkte auf.

Ehrlichkeit siegt.

Wahrscheinlich könntest Du mit ihren Inhalten auch nen 29€ Kurs zusammenschustern. Davon grenzt sie ihr Produkt aber ab. 

Das hat mehrere Gründe: 

Zieht Leute mit Vorerfahrung an

Wenn Deine Branche wenig Vertrauen genießt, musst Du zeigen, wieso Du anders bist. Einer der besten Wege: Zeige, was Du nicht bist.

Es gibt ohne Ende „Erstelle einen Onlinekurs“ Programme. Da geht’s eben darum, irgendwas auf den Markt zu schmeißen. Sandra grenzt sich davon ab und zeigt damit, dass sie anders ist. 

So wird sie gleichzeitig die „schnell reich werden“ Leute los und zieht Kunden an, die’s ernst meinen. 

Rückgaberaten

Einige digitale Produkte haben Rückgaberaten von über 25%. Das liegt eben an dem Motto „Mache das Größtmögliche Versprechen.“. Blöd, wenn man’s nicht hält. 

Wenn Du schon im Vorhinein zeigst, was Dein Produkt nicht kann/ist, dann schlägst Du Dich weniger mit Rückgaben herum. Und Du enttäuschst weniger Leute. 

Langfristige Kundenbeziehung

Der durchschnittliche Marketing-Funnel ist linear. 

Veraltet?

Nachdem das Marketing-Feuerwerk abgeschossen ist, hat der Interessent gekauft oder nicht. Das ist vielleicht einfach umzusetzen, bringt aber weniger als ein System.

Marketing ist ein System, kein linearer Prozess.

Gute Marketer bringen Interessenten in ihre „Welt“ und machen dort verschiedene Angebote. Kunden sagen ja (kaufen) oder nein. Danach geht der Marketing-Prozess weiter mit anderen Angeboten. 

Wenn das Timing Deiner Interessenten gerade nicht stimmt, kannst Du wenig dran ändern. Wenn Du sie trotzdem weiter mit Spam beschießt, ignorieren sie Dich. 

Diese Interessenten sind nicht zwingend wertlos. Natürlich gibt’s Leute, die nie von Dir kaufen werden. Für andere stimmt nur das Timing nicht. Das heißt nicht, dass das Timing in 3 Monaten nicht passt.

Solange Du den Kontakt behältst, hast Du eine Chance, ihn zu konvertieren.

Mache deutlich, wer nein sagen sollte. Das stellt Dich als ehrlich dar. Dadurch bleiben Leute bei Dir und nehmen unter Umständen die nächste Chance wahr. 

Zusammenfassung

Sei ehrlich und sprich auch über die negativen Dinge, die Einwände und gemachten Fehler. Dann gewinnst Du mit Deinen Emails Vertrauen.

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Neil Patels Email-Marketing: Mit kurzen Emails zum Erfolg

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    Wenn Dein Content Marketing konvertiert, willst Du von Email-Marketing vor allem eins: Traffic.

    Dein Newsletter-Marketing bringt Leute zu den Inhalten, Deine Artikel/Videos machen den Rest.

    Neil Patel ist einer der Experten für SEO und Blogging. Und auch Email-Marketing hat er drauf. Und zwar mit Emails, die sich lesen wie ein Klebezettel an der Schranktür. Und das ist ein Kompliment.

    Wenn Du meine Emails kennst, dann denkst Du vielleicht an lange Emails mit viel Text. Heute zeige ich Dir, dass das Gegenteil auch funktioniert. 

    Bevor wir zu Neils besten Taktiken kommen, musst Du den Kontext verstehen. Wenn Du seine Strategien mit den falschen Vorraussetzungen kopierst, wirst Du damit nämlich keine Ergebnisse sehen und Deine Leser verprellen.

    Wieso Neil Patels Emails für ihn so gut funktionieren

    Bevor ich Dir den Kontext erkläre, musst Du erstmal eine seiner Emails sehen.

    Einfach, schnell und effektiv.

    Neil ist Online-Marketing Experte. Zu seinen Beratungskunden zählt Google und nach 4 gegründeten Unternehmen weiß er, was zu Erfolg führt.

    Und er setzt massiv auf Content Marketing. Sein Blog ist gefühlt unendlich lang. 

    Neil nutzt seinen Blog für Conversions. Auf seiner hochoptimierten Seite sind überall Links zu seiner Software Ubersuggest

    Heißt: Sein Blog konvertiert verlässlich Leser zu Interessenten.

    Lasse die Finger von dieser Strategie, wenn Deine Inhalte noch nicht verlässlich Interessanten und Kunden bringen. Liefere dann lieber bessere Inhalte in Deinen Emails.

    Für Neil funktionieren kurze Emails, weil die meisten wichtigen Inhalte außerhalb der Emails vermittelt werden. 

    Wichtig ist nicht, wo Du bestimmte Inhalte lieferst. Wichtig ist, dass Du sie lieferst. 

    Natürlich haben alle Kanäle ihre Vor- und Nachteile, aber Marketing ist grundsätzlich wie eine Checkliste. Und wenn Du alles Wichtige in Deiner Kommunikation abhakst, dann kaufen Leute.

    Und Bildung zu Deinem Thema steht eben auf dieser Marketing-Checkliste. 

    Neil liefert die Bildung hauptsächlich in seinem Blog. Und wenn Du das auch tust, wirst Du mit seinen Email-Strategien Erfolg sehen. Wenn nicht, dann nicht. 

    Seine Emails haben einen Job: Traffic für seine hochoptimierten Artikel generieren.

    Gut optimierte Content-Seite.

    Natürlich kannst Du auch Traffic-Emails und Bildungs-Emails machen, wenn Du Conversion-Seiten und Content-Seiten hast. Mache ich ja auch so in meinem Newsletter.

    Gut, genug Kontext. Lass uns loslegen.

    Email-Marketing Tipp #1: Komm zu Potte

    Insgesamt <400 Wörter.

    Neils Marketing-Emails sind kurz.

    Mit gutem Grund. Er vermittelt in den Emails keine Inhalte. Das geschieht im Blog. 

    Diese Emails funktionieren, weil sie auf den ersten Blick einfach zu verarbeiten sind. Unser Gehirn schaltet sofort weg, wenn wir eine Textwand sehen. 

    Lust zu lesen?

    Doch auch in Neils ca. 80 Worten steckt einiges an Überzeugungskraft. Hier die Highlights: 

    Überzeugungstrick 1: Probleme

    Viele Unternehmer wollen nicht über die Probleme ihrer Kunden sprechen. Aber ohne Probleme bekommst Du keine Aufmerksamkeit. 

    Sprich über Probleme oder niemand hört Dir zu.

    Kein Klempner bekommt Kunden, wenn das Rohr nicht geplatzt ist. In anderen Worten: Wenn Dein Leser kein Problem hat, gewinnst Du keine Kunden. 

    Leider sind die meisten Probleme nicht so offensichtlich und dauernd präsent wie ein geplatztes Rohr.

    SEO zum Beispiel ist super einfach zu vergessen. Deswegen erinnert Neil die Leser an ihre Probleme: 

    Welches Problem löst Du? Erwähne es am Anfang Deiner Emails.

    Überzeugungstrick 2: Zum Schutzengel werden

    Warum sprechen Unternehmer in Marketing-Emails nicht gerne Probleme an? Ganz einfach: Sie denken, dass sie Salz in die Wunde streuen und Kunden sie dafür hassen. 

    Aber mit einem einfachen Satz drehen kluge Unternehmer wie Neil Patel das um: 

    Versprich Hilfe und die Leute lieben Dich.

    Anstatt nur schlechte Nachrichten zu überbringen, bietet Neil die Lösung an. Er stellt sich als Schutzengel dar.

    „Du hast ein Problem und ich bin für Dich da.“

    Wenn Du über Probleme sprichst, musst Du Dich als Helfer positionieren. Zeige Deinem Markt Empathie und demonstriere, dass Du ihre Probleme lösen kannst. 

    Dann wollen Leute von Dir hören. Niemand interessiert sich dafür, wie toll Dein Unternehmen ist. Leute wollen wissen, was Du für sie tun kannst. Wenn sie dafür verstehen müssen, wie toll Dein Unternehmen ist, dann kannst Du’s erwähnen.

    Überzeugungstipp 3: Nur Text

    Neil Patel respektiert seine Newsletter-Abonnenten. Deswegen haben seine Emails keinen Quatsch wie…

    >>Finde JETZT das Nr. 1 SEO Geheimnis heraus <<

    Oder riesige Timer mit roten Zahlen. Oder bunte Knöpfe. 

    Neils Leser verstehen Technik und Marketing. Einige mehr, andere weniger. Aber seine Leser kennen die ausgelutschten Tricks der Fake-Gurus. Und sie wissen, wie ein Link aussieht. 

    Deswegen nutzt Neil einfache Links in seinen Emails, die Kunden zur Zielseite bringen und das Versprechen der Email einlösen.

    Nutze diese 3 Überzeugungstipps und Du siehst eine höhere Klickrate zu Deinen Inhalten. 

    Zusammenfassung

    Fasse Dich kurz. Sprich Probleme Deiner Leser an. Löse die Probleme auf. Respektiere Deine Leser und gewinne Klicks ohne Schnickschnack. Besonders, wenn Deine Abonnenten Standard-Marketing Taktiken durchschauen.

    Email-Marketing Tipp #2: Wie Du nur den besten Abonnenten schreibst (ohne komplizierte Segmentierung)

    Dieser Tipp ist fast zu simpel, funktioniert aber. Schau Dir mal das Bild an:

    Mehr Emails = Mehr besser?

    Du siehst richtig: Neils Emails kommen alle 2-3 Tage. Die meisten hätten Angst, ihre Leser zu nerven. 

    Aber wer wirklich von Dir hören will, der bleibt auch bei mehr Emails dabei. Auch tägliche Newsletter funktionieren.

    Natürlich bestellen bei so vielen Marketing-Emails auch viele den Newsletter ab. Aber das ist u.a. Ziel des Ganzen. Ja, Du hast richtig gelesen. Kluge Email-Marketer wollen, dass Leute ihren Newsletter abbestellen. 

    Denn häufige Marketing-Emails sind wie ein Filter. Dadurch bleiben nur die auf Deiner Liste, die wirklich von Dir hören wollen. 

    Klar, wenn Du Deiner Liste 2 mal im Jahr schreibst, bestellt kaum jemand ab. 2 Marketing-Mails im Jahr sind leicht zu ignorieren. Aber siehst Du dadurch auch Ergebnisse? Gewinnst Du so Kunden? Wahrscheinlich nicht. 

    Außerdem: Wenn Deine Emails weder geöffnet, gelesen oder geklickt werden, dann merkt das auch der Spam-Filter Algorithmus.

    Und wenn Deine Emails nicht ankommen, dann sinkt Deine Öffnungsrate noch weiter. 

    Neben sowas willst Du im Postfach echt nicht auftauchen.

    Deswegen: Habe den Mut, öfter Emails zu versenden. Wenn Du schreibst wie Neil kannst Du sowieso mehr Emails in der gleichen Zeit schreiben.

    Zusammenfassung

    Sende mehr relevante Emails an Deine besten Leser. Dadurch vermeidest Du Spam-Filter und sortierst alle aus, die eigentlich gar nicht von Dir hören wollen.

    Email-Marketing Tipp #3: Neugier statt Mehrwert

    Manchmal ist es besser, keinen Mehrwert zu bieten. Wenn Du meine wertvolle Montagsmail kennst, klingt das aus meinem Mund vielleicht komisch. 

    Aber: Neil Patel bietet riesigen Mehrwert. Nur halt nicht in den Emails. Denn die Emails sind für Traffic da. In Emails kann Dein Leser nicht kaufen. Erzähle deshalb nie alles in Deinen Newslettern. Reserviere die wichtigsten Dinge für Deine (Verkaufs-)Seiten

    In den Emails erzeugt er Neugier. Und Neugier bringt Klicks. Wie er das schafft, erfährst Du jetzt. 

    Die 3 Zutaten für Neugier

    Mit nur 3 Zutaten schafft Neil es, Klicks zu bekommen, ohne zu viel zu enthüllen. Dafür enthülle ich die Tricks jetzt für Dich 😉

    1. Oder doch nicht?

    Ob Online Marketing, Fliegenfischen oder Unterwasserstricken, es gibt in jedem Markt Allgemeinwissen. Annahmen, die jeder akzeptiert, weil alle anderen sie auch akzeptieren. 

    Wenn Du die in Frage stellst, machst Du Leute neugierig (Rate mal, warum ich Newsletter-Design so scharf kritisiere…). 

    Stelle in Frage, was alle für wahr halten.

    Genau das tut Neil hier. Nofollow Links sind in der SEO-Welt als ineffektive Links bekannt. Aber Neil bekommt unsere Aufmerksamkeit, indem er diese Binsenweisheit in Frage stellt. 

    Aber Aufmerksamkeit heißt nur, dass wir auch weiterlesen. Also, was kommt als nächstes?

    2. Glaubwürdigkeit

    Klar, große Töne spucken kann jeder. Aber gerade in der Online-Marketing Welt plappern so viele den Anzugträgern mit dem Lamborghini nach, dass die meisten skeptisch sind. Und wenn man Dir nicht glaubt, bekommst Du keine Klicks im Email-Marketing.

    So kümmert Neil sich um die Skepsis:

    Liefere Beweise.

    Mit diesen 3 Elementen wird er sofort glaubwürdig. Denn wie kommt man auf die Zahl 183, wenn man nicht genau gezählt hat? Wer etwas 7 Monate lang tut, macht’s gründlich. Und die Fragestellung ist so genau, dass man darauf eine spezifische Antwort erwarten kann. 

    Mit diesen Dingen impliziert Neil Glaubwürdigkeit. Heißt: Er muss nicht explizit sagen, dass man ihm glauben soll (was wiederum weniger vertrauenswürdig scheint). 

    3. Und dann doch wieder das Gegenteil

    Wir klicken nicht auf Artikel, wenn wir wissen, was drinsteht. Denn dann ist keine Neugier da. Wahrscheinlich sind auf Neils Liste Experten, die über Nofollow Links Bescheid wissen.

    Aber sobald sie seinen Link sehen, klicken sie. Warum? 

    Überraschungen bringen Klicks.

    Neil sagt hier, dass die Ergebnisse anders als erwartet waren. Das erzeugt weitere Neugier im Email-Marketing. 

    Setze ich auch selbst um.

    Wenn Du gegen die Erwartung gehst, bekommst Du Aufmerksamkeit.

    Erzeuge also Neugierde und verschieße nicht all Deine Munition in der Email. Den Mehrwert bekommen Leute dann in Deinem Content. 

    Zusammenfassung: So machst Du kurze Newsletter effektiv

    Neil Patels Marketing-Strategie dreht sich vor allem um Content. Wenn Du auch viel mit Content arbeitest, dann kannst Du von Neil Patel lernen. Diese 3 Strategien kannst Du sofort für Dich umsetzen: 

    Tipp 1: Schreibe kurz und bündig

    Mit kurzen Emails ohne Schnickschnack legst Du den Fokus auf die Links. Dadurch bekommst Du mehr Klicks auf Deinen großartigen Content. 

    Tipp 2: Versende mehr Emails

    Wenn Du mehr Emails versendest, sortierst Du alle aus, die sich eigentlich gar nicht für Dich interessieren. 

    Tipp 3: Erzeuge Neugierde

    Wenn’s Dir hauptsächlich um Traffic geht, erzähle nicht alles in Deiner Email. Erzeuge stattdessen Neugierde und liefere den Mehrwert in Deinem Blog.

    Das war’s auch schon wieder diese Woche. Du willst mehr?

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      Wie verkauft man nen Medizinball für 190€?

      In letzter Zeit verlangt jeder Premium-Preise. Die meisten leider ohne Premium-Produkte. Aber was, wenn Du ein Angebot hast, das meilenweit besser ist als die Konkurrenz?

      Kopiere das Marketing der Konkurrenz und niemand kauft, weil Du teuer bist. Aber Fernsehwerbung schalten wie Louis Vuitton ist auch keine Alternative. Stellt sich eine Frage:

      Wie verkaufst Du Premium-Produkte mit Email-Marketing?

      Kaum ein deutsches eCommerce Unternehmen hat Branding auf dem Level von Heldbergs. Zu ihrer großartigen Marke gehören auch ihre Emails. Während alle Heldbergs Newsletter gut sind, fand ich einen im Januar besonders gut.

      Was ist Heldbergs?

      Heldbergs ist eins meiner Lieblingsunternehmen für deutschsprachiges Email-Marketing und Branding. Unter dem Slogan „Richtiges gutes Zeug“ verkaufen sie ungewöhnliche, hochwertige Dinge für Männer. Richtig gutes Zeug eben.

      In diesem Artikel erfährst Du die 3 besten Dinge, die Du von Heldbergs Newslettern lernen kannst, um selbst effektiveres Email-Marketing zu machen.

      Email-Marketing Tipp #1: Abstoßungskraft

      Meine letzte Erinnerung an lederne Medizinbälle ist vom Boxtraining. Nach 30 Minuten Seilspringen (mit ledernem Seil) warf ich Medizinbälle gegen die Wand, während mein 70+ Jahre alter Trainer mich anschrie.

      Ultimate Frisbee Teams haben wahrscheinlich lange keinen ledernen Medizinball gesehen. Und genau das nutzt Heldbergs für erfolgreiches Email-Marketing.

      Heldbergs traut sich, wovor viele Angst haben:

      Sie zeigen, wer nicht von ihnen kaufen sollte.

      Der Ball kostet 190€

      Im Beginn der Email macht das Unternehmen deutlich, dass Sport für sie keine Unterhaltung ist, sondern eben Sport. Das stößt sicherlich einige Leute vor den Kopf, die halt lieber jedes Training zum Event machen. Verlorener Umsatz? Sicherlich nicht.

      Mit solchen Aussagen sortiert Heldbergs Leute aus, die mit ihren Produkten nie glücklich wären. Das sorgt für weniger Beschwerden, Retouren und 1-Stern Bewertungen. Es zieht aber auch bestimmte Menschen an.

      In diesem Fall Leute, die traditionellen Sport mögen. Und die Anziehungskraft für die richtige Zielgruppe wird durch den Ausschluss der falschen Zielgruppe noch stärker.

      Wieso Luxusmarken funktionieren.

      Heldbergs sagt: „Während andere mit Fitness Tracker, Publikum und Smart-Hanteln fit werden, verstehen wir, was Du wirklich willst.“

      Und der Preis erledigt dann den Rest, um unpassende Kunden rauszufiltern:

      Hat nicht jeder für nen Ball über. Quelle

      Alternativ im sportlichen Angebot? Ein 50€ Springseil, ein 110€ Football und ein Baseballschläger für 84€. Klar, nichts für jeden. Aber das ist der Sinn des Ganzen.

      So eine Aussage überzeugt im Email-Marketing. Menschen möchten sich verstanden fühlen. Deshalb ist in Newsletter-Texten die emotionale Bindung so wichtig.

      Bevor wir zu Tipp #2 kommen…

      Ein anderes wichtiges Element ist, dass Heldbergs heraussticht. Sie wissen, dass sie erst die Aufmerksamkeit des Lesers gewinnen müssen. Und nichts erregt Aufmerksamkeit wie das Gegenteil dessen, was wir gewohnt sind.

      Praxistipp

      Überlege Dir neben Deiner Zielgruppe auch, wen Du nicht als Kunden haben möchtest. Dadurch verschwendest Du weniger Zeit mit unpassenden Kunden, bekommst bessere Bewertungen und hast auch noch mehr Spaß 😉

      Email-Marketing Tipp #2: Timing

      Es klingt vielleicht pessimistisch, aber Du hast im Marketing wenig Kontrolle drüber, was funktioniert.

      “Always enter the conversation already taking place in the customer’s mind.”

      Robert Collier

      Steig immer ins Gespräch ein, was der Kunde sowieso in seinem Kopf führt. Wenn Du eine neue Gruppe Menschen kennenlernst, sagst Du ja auch nicht „So, ich bin der Jürgen und jetzt lasst uns mal über Bambusangeln sprechen!“. Du würdest nicht gut ins Gespräch kommen, keiner würde Dich mögen und Du wärst schnell bei der nächsten Gruppe.

      Stattdessen würdest Du probieren, Dich ins momentane Gespräch einzuklinken.

      Genau das tust Du im Email-Marketing. Wenn Dein Newsletter im Kopf des Kunden nahtlos anschließt, dann wird er Deine Email öffnen, lesen und klicken.

      6. Januar und Sport? Kann kein Zufall sein 😉

      Was ist Anfang Januar in den Köpfen der Menschen? Neujahrsvorsätze. Was sind die beliebtesten Vorsätze? Abnehmen, Sport machen, gesund werden.Wann kam diese Email zum Thema Sport? Am 6. Januar.

      Genau das kannst auch Du umsetzen. Und zwar nicht nur für Neujahrsvorsätze.

      Praxistipp

      Überlege Dir: Zu welchen externen Umständen kannst Du passende Newsletter versenden? Auf welche Nachrichten kannst Du Dich in Deinem Email-Marketing beziehen? Die richtige Botschaft zum richtigen Zeitpunkt führt zum Email-Marketing Erfolg. Ob günstiges oder Premium-Produkt.

      In anderen Worten:

      Email-Marketing Tipp #3: Einfach mal dagegen sein

      Anfänglich hatte ich schon das Ausgrenzen unpassender Kunden erwähnt. Das bringt aber nichts, wenn Du nichts auch die Aufmerksamkeit Deiner Zielgruppe bekommst. Hier die Anleitung dazu.

      What if I did the opposite?

      Tim Ferriss

      Was würde passieren, wenn Du alle Aussagen Deiner Konkurrenz um 180 Grad drehen würdest?

      Empfiehlt die Konkurrenz lange Trainings, dann machst Du kurze Einheiten. Verkauft die Konkurrenz billig? Dann machst Du Premium-Preise. Andere Ernährungsberater empfehlen wenig Fett? Bei Dir gibt’s löffelweise Butter!

      Natürlich solltest Du nicht einfach eine Aussage umdrehen, wenn Du nicht wirklich dran glaubst. Und lass mich ganz ehrlich sein:

      Das Gegenteil zu machen kann in die Hose gehen.

      Aber eins bekommst Du immer, wenn Du das Gegenteil machst: Aufmerksamkeit.

      Und das macht sich Heldbergs zunutze. Unter dem Header, den Du oben gesehen hast, stellen nämlich kleine „Mikroblogs“ einzelne Marken und Produkte aus dem Angebot vor. In jedem holt sich die Emails unsere Aufmerksamkeit mit einem deutlichen „wir machen’s anders“.

      Ein weiterer Pluspunkt: Heldbergs spricht seine Kunden direkt an und spricht nicht über sich selbst.

      Was hier besonders interessant ist: Heldbergs „erlaubt“ seinen Kunden Fehler. Während der Rest der Welt auf Instagram „Workout-Highlights“ postet, spricht Heldbergs über die „Leibesertüchtigungs-Lowlights“, die wir (lass uns ehrlich sein) alle schon mal erlebt haben.

      In einer Welt, wo der perfekte Schein gewahrt wird, macht Heldbergs das Gegenteil. Das bringt Aufmerksamkeit.

      Etwas, versteckt, aber trotzdem da.

      Vielleicht möchtest Du Dich nicht in Deinem Email-Newsletter als „WIR SIND DAGEGEN“ Unternehmen positionieren. Das wird in einigen Branchen auch schwierig (z.B. Anwaltskanzleien).

      In dem Screenshot oben siehst Du, wie man das Ganze auch subtil lösen kann. Denn Heldbergs hat das Ganze klug gelöst. Wir wissen alle, dass Fußbälle nicht von Handwerkern liebevoll handgemacht werden. Da der Newsletter aber erwähnt, dass das hier der Fall ist, gewinnt auch dieser Absatz die heiß begehrte Aufmerksamkeit.

      Noch ein letztes Beispiel…

      Und bevor Heldbergs sich verabschiedet, provozieren sie noch mal:

      Relativ deutlich, denke ich. Hier aber besonders cool: Heldbergs erwähnt die Story des Firmengründers. Das funktioniert meistens—selbst wenn’s so simpel ist wie „Ich hatte keinen Bock mehr auf gelb, also hab ich schwarz gemacht“.

      Denn nichts ist so anders wie eine Story. Die kann Dir kein Konkurrent kopieren.

      Praxistipps:

      1. Wenn Du das Gegenteil machst, bekommst Du Aufmerksamkeit.
      2. Gewinne subtil Aufmerksamkeit, indem Du bestehende Auffassungen der Leser widerlegst.
      3. Erzähle Deine Story. Das macht Dich einzigartig und anders.

      Das war’s auch für diese Woche schon wieder! Bis nächste Woche.

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      Email-Analyse: Newsletter Marketing in 10 Minuten

      (psst… ich bin Finn Lobsien und analysiere hier jede Woche die besten Marketing-Emails… In meinem Newsletter bekommst Du Bonus-Material. Willst Du auch? Melde Dich zum Newsletter an.)

      Wusstest Du, dass ich Gedanken lesen kann? Hier, ich zeig’s Dir.

      Du willst mit Email-Marketing mehr Umsatz machen, hast aber einfach nicht genug Zeit dafür. Du hast eine Liste und/oder viele Besucher. Wenn Leute einfach regelmäßig von Dir hören würden, dann würden sie auch öfter kaufen. Aber es bleibt einfach keine Zeit neben dem Tagesgeschäft. Deswegen spukt Dir Email-Marketing im Kopf herum wie vergessene Hausaufgaben.

      Heute ändert sich das. Wenn Du die Email-Marketing Tipps in diesem Artikel umsetzt. Denn hier erfährst Du, wie Du Dein Newsletter-Marketing in kürzester Zeit umsetzt.

      Oder zumindest, wie Tim das tut. Tim Schlenzig von MyMonk.de schreibt jede Woche einen Newsletter. Damit gewinnt er Traffic für seine Artikel, Hörer für seinen Podcast und Käufer für seine Produkte.

      Kurzum: Genau das, was Du Dir wahrscheinlich von einem Newsletter wünschst (nicht zu verwechseln mit Sales-Funnel Emails).

      Wer ist Tim?

      Tim und seine Autoren veröffentlichen fast täglich Artikel, Podcasts und Bücher über „Persönlichkeitsentwicklung ohne Tschakka und Feinstaub“. Damit erreicht er monatlich (laut eigener Angabe) hunderttausende Leser, hat 250.000 Social Media Follower und eine Email-Liste mit 40.000 Lesern.

      Wir können zum Thema Marketing also was von ihm lernen. Besonders wenn’s um Traffic geht.

      Denn das ist es ja, was Email-Marketing wirklich ist:

      Ein Traffic-Wegweiser von einem Medium (Postfach) zum anderen (Website, Blog, Webinar, etc.).

      Hier die drei besten Dinge, die Du von Tims Newsletter lernen kannst, um schneller bessere Newsletter zu texten.

      1. Fahr den VW

      Keine Ahnung, was für ein Auto Tim fährt. Und wie ich Tim aus seinen Texten kenne, fährt er auch keinen Luxusschlitten.

      „Fahr den VW“ ist für mich ein Symbol dafür, seine eigene Medizin zu schlucken.

      Stelle Dir vor, der Geschäftsführer von VW steigt nach der Arbeit in nen glänzenden Panamera. Klar, er kann’s sich leisten. Aber wenn er sein Produkt selbst nicht benutzt, wie gut ist es dann wirklich?

      Tim schluckt seine eigene Medizin.

      Tim tut hier das gleiche. Er schreibt darüber, wie er seine Komfortzone erweitert—ein häufiges Thema in seinen Artikeln. Natürlich kommt dann noch ein Link für messbare Ergebnisse.

      So nutzt Du das für Dich selbst

      Zeige in Deinen Newslettern, dass Du Deine eigenen Tipps befolgst. Das hat 3 Vorteile:

      1. Es macht Dich glaubwürdiger. Du bist kein Möchtegern-Guru, sondern siehst selbst Ergebnisse mit Deinen Methoden.
      2. Du kannst immer an etwas anknüpfen. Denn die Geschichte ist noch nicht zu Ende. Leser warten auf ein Update. In seiner nächsten Email könnte Tim z.B. über seine Erfahrungen mit Instagram sprechen.
      3. Wenn Leser Deine Ergebnisse sehen, musst Du sie kaum noch überzeugen. Deine Erfahrung ist ein Verkaufsargument. Und zwar ein stärkeres als jedes Großbuchstaben-rote-schrift-limitertesAngebot Gelaber.

      (deswegen gewinne ich auch fast alle meine Kunden mit meinem eigenen Email-Marketing.)

      2. Content ohne Content zu erstellen

      Eins der häufigsten Probleme meiner Kunden ist „Ich habe gar nicht genug Content für einen wöchentlichen Newsletter/eine Willkommenssequenz.“.

      Gute Nachrichten: Du musst nicht jede Woche Podcasts, Artikel und Kurse veröffentlichen.

      Alten Content: Wiederverwenden statt wegschmeißen.

      Tim macht’s anders. Wie Du oben siehst, enden einige Links mit „#klassiker“. Diese Artikel sind Jahre alt und gehören wahrscheinlich zu den beliebtesten auf der Seite.

      Fast niemand liest alle Blogartikel, hört jeden Podcasts oder kauft jeden Kurs. Heißt: Viele Deiner Newsletter-Abonnenten kennen Deinen besten Content noch gar nicht.

      Wieso also nicht einfach erwiesenen Content wiederverwenden?

      Bevor Du das für Dich umsetzt, ein kurzer Hinweis: Mache deutlich, dass der Content nicht neu ist. Das tut Tim mit „#Klassiker“.

      So setzt Du das Ganze um

      Du hast wahrscheinlich Content, der Dir schon Kunden, Abonnenten und Einfluss gebracht hat. Das kann zum Beispiel Dein bester Artikel sein

      (schamlose Selbstwerbung: Meinen beliebtesten Artikel findest Du hier.)

      Das hilft auch neuen Lesern, die den Content verpasst haben. Teile im Newsletter Deinen besten bestehenden Content und Du holst mehr Ergebnisse aus weniger Aufwand.

      Dein bester Content macht sich auch super in einer Willkommenssequenz, wo Leute Dich und Dein Unternehmen kennenlernen.

      3. Das Tageszeitungs-Geheimnis

      Auch wenn sie langsam aussterben—Tageszeitungen sind beeindruckend. Jeden Tag erscheinen dutzende Seiten mit 90% neuer, tagesabhängiger Information.

      Klar, eine Zeitung hat mehr Personal als Du vielleicht hast. Aber trotzdem arbeiten Journalisten und Redakteure unter enormem Zeitdruck.

      Das klassische „ich weiß nicht, was ich schreiben soll, also lass ich es“ kann sich das Hamburger Abendblatt nicht leisten. Die Zeitung muss erscheinen. Und das tut sie auch.

      Wie schaffen sie das?

      Die Antwort ist ganz einfach. Und viele der besten wöchentlichen Newsletter nutzen genau die gleiche Strategie, um schnell effektive Emails zu schreiben.

      Auch wenn es vielleicht zu einfach klingt: Die Strategie sind Rubriken.

      Im Büro der Süddeutschen Zeitung sitzt man nicht morgens mit nem Kaffee und fragt sich, was heute in die Zeitung kommt. Kategorien sind klar vorgegeben. Sport. International. Kunst & Kultur. Fernsehprogramm. Etc.

      Tim macht das gleiche in seinem Email-Newsletter:

      Jeder seiner Newsletter hat die gleiche Struktur.

      Auch Du kannst Kategorien in Deinem Newsletter nutzen, um schneller zu produzieren. Überlege Dir 3-5 Rubriken, über die Du schreiben möchtest. Dann musst Du Dir nicht mehr lange Themen überlegen.

      Du konzipierst einmal die Arbeit und sparst dadurch jede Woche Zeit. Außerdem wird Dein Newsletter dadurch verlässlich. Leser wissen, was sie erwarten dürfen.

      Du kannst es Dir hier noch einfacher machen und nicht Deinen Content verwenden. Tim Ferriss nutzt in seinem „5 Bullet Friday“ (sein wöchentlicher Newsletter) oft Rubriken wie:

      • Neues Produkt, das ich benutze
      • Was ich gerade lese
      • Cooles Zitat

      Auch solche Dinge kannst Du einbauen—was Tim (Schlenzig) mit dem Zitat auch tut. Und ich tue das mit diesen Artikeln auch. Denn ich nutze Marketing-Emails als Aufhänger.

      Pssst…. Geheimtipp
      Externen Content zu teilen hat noch einen weiteren Vorteil: Es kann zu coolen neuen Kontakten führen. Leute mögen es, wenn man gut über sie spricht.

      Zusammenfassung

      Tim erreicht viele Menschen mit seiner Botschaft und setzt dabei nicht auf die Hype-Strategien der Online-Gurus. Sein Newsletter macht 3 Dinge besonders gut:

      1. Er nimmt sich seine eigenen Tipps zu Herzen.
      2. Er „recycelt“ Content, der schon gut funktioniert.
      3. Er nutzt Rubriken, um seinen Emails Struktur zu geben und schneller zu produzieren.

      Für Deinen wöchentlichen Newsletter musst Du nicht ständig neuen Content erstellen. Du musst nicht mal Deinen eigenen Content verwenden.

      Setze diese 3 Strategien in Deinem Email-Marketing um und du schreibst einen effektiven wöchentlichen Newsletter, ohne dafür ewig lange zu produzieren.

      Apropros Newsletter…

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        Ich bin Finn, Werbetexter und Marketingberater…

        Mich hat Spam genervt, den ich jeden Tag per Email bekam.

        Mit EffektiveEmails helfe ich heute Unternehme(r)n, ihre Zielgruppe per Email zu erreichen und zu Kunden zu machen–ohne wie ein Gebrauchtwagenverkäufer zu klingen.

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        -FL